Montag, 18.11.2019

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Im Kreis Neumarkt ließen sich pro Jahr 13 Millionen Einwegflaschen sparen

Gewerkschaft NGG kritisiert das "Pfand-Chaos" und weist auf Einsparungsmöglichkeiten hin - 09.11.2019 11:41 Uhr

Ein kräftiger Schluck aus einer Mehrweg-Pfandflasche: Diese belastet die Umwelt deutlich weniger als das Einweg-System. © Foto: NGG-Region Nürnberg-Fürth


Die NGG Nürnberg-Fürth geht von einem statistischen Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich rund 148 Litern Mineralwasser und 116 Litern Erfrischungsgetränken aus. Hier lag der Anteil wiederbefüllbarer Mehrwegflaschen nach Angaben des Umweltbundesamts zuletzt bei nur 33 Prozent. Gesetzlich vorgeschrieben ist seit 2019 eine Mehrwegquote von 70 Prozent. Für die Differenz von 37 Prozent ergäbe sich, ausgehend von einer durchschnittlichen Flaschengröße von einem Liter, im Kreis Neumarkt in der Oberpfalz eine Plastik-Ersparnis von 13 Millionen Flaschen.

"Einwegflaschen drücken massiv auf die heimische Umweltbilanz. Die Plastikflaschen, auf die es 25 Cent Pfand gibt, werden nach nur einer Benutzung zerschreddert und recycelt", so Regina Schleser, Geschäftsführerin der NGG Nürnberg-Fürth. Dagegen ersetzt eine 0,7-Liter-Wasserflasche aus Glas bei der Ökobilanz 37 PET-Einliter-Flaschen. Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Das Mehrwegsystem sei nicht nur in puncto Umweltschutz wichtig. Schleser: "Wenn Flaschen aus Glas oder robustem Plastik gesammelt, gereinigt und befüllt werden, dann sichert das auch Arbeitsplätze in der Getränkebranche. Sie beschäftigt mehr als 20.000 Menschen in Bayern."

Die NGG ruft die Getränkehersteller und den Handel dazu auf, den "Einweg-Trend auf Kosten von Umwelt und Jobs" zu beenden.

nn

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