Dienstag, 25.02.2020

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In Seligenporten blies der Reit- und Fahrverein zur Schleppjagd

Bis zum Schluss der Heringslake gefolgt - 28.10.2019 09:22 Uhr

Bestes Herbstwetter genossen Ross und Reiter. © Helmut Sturm


Beim Betreten der Klosteranlage war bereits Hufgeklapper zu hören und Menschen liefen in Jagdkleidung wie aus dem 18. Jahrhundert herum. Festlich herausgeputzte Kutschen standen herum und überall wurden Pferde gestriegelt, gesattelt oder einfach nur in der Sonne verwöhnt. Und auch die Beagle waren kaum noch zu bändigen.

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40. Schleppjagd im Kloster

Groß-Auftrieb im Kloster in Seligenporten: Toni Bauer hatte zur Schleppjagd gerufen, die bis nach Tyrolsberg führte.


Zum Aufwärmen ging es auf den Abreiteplatz in der Klosteranlage. Die Jagdhornbläser-Gruppe St. Hubertus aus Neumarkt blies das Signal zum Sammeln. Toni Bauer begrüßte die Gäste der Schleppjagd 2019 und gab kurz das Prozedere bekannt. Die Strecke wurde im Vergleich zur Vergangenheit etwas erleichtert und ging über 18 Kilometer.

Drei Stunden unterwegs

Sie führte über Schwarzach, Möning, Tyrolsberg und wieder zurück nach Seligenporten. Gut drei Stunden waren die Jäger in der Region unterwegs. Möglich ist dies nur, so Toni Bauer, weil die Landwirte ihre Felder und Wiesen dafür freigegeben hatten.

"Allen Tierschützern sei gesagt: Kein Tier kommt dabei zu Schaden. Längst ist die Zeit vorbei, als noch lebende Tiere gehetzt wurden. Heute legt ein Fährtenleger eine künstliche Spur als Tierersatz aus einer intensiv riechenden Heringslake, der die Beagles hinterher jagen.

Dennoch ist schon mal manch eine Beagle-Meute von der künstlichen Spur abgewichen und einem Hasen oder Reh hinterher gerannt. Angeführt werden die Hunde vom "Huntman". Am Ende der Jagd fordern sie die Beute in Form von frischem Rindermagen.

Duo ritt vorneweg

Der Spurleger und sein Gehilfe sind zu Beginn der Veranstaltung längst voraus geritten. Die Meute jagte ihnen hinterher. Dahinter folgten die Reiter in zwei Gruppen – Springer und Nicht-Springer.

Beim Hindernis "Geisterbahn" war große Pause für Mensch und Tier: Ausruhen und Kräftetanken in Form von Futter oder Brotzeit war angesagt.

Für die Zuschauer ideal

Das gute Wetter sei für die Jagd übrigens gar nicht so optimal gewesen, sagte Toni Bauer. Die Zuschauer, die im Konvoi hinterher fahren profitierten aber natürlich davon. Zur Freude von Toni Bauer waren es diesmal auch mehr Reiter und Pferde als Benzinkutschen.

Nach der erfolgreichen Seligenportener Schleppjagd traf sich die Runde im Kloster zum traditionellen Jagdball und Fachsimpeln am offenen Feuer.

HELMUT STURM

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