Junge Baumeister durften mit Beton herummantschen

Architekt Johannes Berschneider mit den kleinen Baumeistern, die im Hof der Theo-Betz-Schule Beton mischen und Steine herstellen durften.

Architekt Johannes Berschneider mit den kleinen Baumeistern, die im Hof der Theo-Betz-Schule Beton mischen und Steine herstellen durften. © Eßmann

Kinder sind begeisterte Baumeister: sie bauen Sandburgen, Städte aus Legosteinen und Türme aus Holzklötzen. Was liegt also näher, als die Kleinen an das Thema Architektur heranzuführen? Aus diesem Grund hat die Bayerische Architektenkammer ein Konzept für die „Kinder-Architektouren“ entwickelt und in verschiedenen Städten zum Workshop eingeladen.

In Neumarkt fanden die „Kinder-Architektouren“ und die „Architektouren“ in der Theo-Betz-Schule statt. Während Architektin Gudrun Berschneider rund 15 interessierte Erwachsene durch die neuen Räume der Theo-Betz-Schule führte, formte ihr Mann, Architekt Johannes Berschneider, mit mehr als 50 Kindern im Pausenhof Kiesel aus Beton.

„Der Werkstoff Beton wird von uns Architekten häufig eingesetzt und dass er so leicht herzustellen ist, begeistert die Kinder“, sagte Berschneider. Tatsächlich ist die Beton-Herstellung kinderleicht: Sand und Zement werden mit Wasser vermischt, gut durchgerührt – und fertig ist die Masse. Mit einem Trichter haben die Kinder flüssige Betonmasse in einen Luftballon gefüllt und zum Trocknen in den Sand gebettet. So entstehen ganz individuelle Betonkiesel.

Damit jedes Kind seinen Kiesel wiederfindet, sind alle Ballons mit einem Namensschild versehen. Alle Kinder sind mit Eifer bei der Sache, auch der zehnjährige Felix, der schon den dritten Ballon befüllt. „Mir gefällt die Arbeit mit der Matschpampe“, sagt er. Schon Anfang der Woche sollen die Kiesel trocken sein, erklärt Berschneider. Dann werden die Luftballons aufgeschnitten und die Kiesel mit bunter Farbe bemalt. Das Ergebnis kann dann als „Gesamtkunstwerk“ in der Theo-Betz-Schule bewundert werden.

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