Kultur auf dem Land

Klingt gut: Postbauer-Heng ist Landesmusikort

25.7.2021, 10:40 Uhr
Die Musiker aus Postbauer-Heng freuen sich über den Titel. 

Die Musiker aus Postbauer-Heng freuen sich über den Titel.  © Jens Diedrich

Förderung von „Musik auf dem Land“ – ein besonderes Anliegen des Deutschen Musikrats, der mit Fördermitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) den Wettbewerb „Landmusikort“ erstmals 2021 ins Land gerufen hat.

Schon heute werden viele musikalische kreative Ideen im ländlichen Raum umgesetzt, die jedoch häufig wenig Resonanz erfahren. Über den Wettbewerb sollen herausragende musikalische Projekte im ländlichen Raum gefördert und bekannt gemacht werden, damit sie Impulse für andere Orte geben können. Grundsätzlich antragsberechtigt waren alle Kommunen, Landkreise, Landgemeinden und Kleinstädte aus dem ländlichen Raum. Die Landesmusikräte nominierten aus den eingegangenen Anträgen eine Auswahl, über die eine professionelle Jury entschieden hat.

Einziger Sieger aus Bayern

Deutschlandweit wurden elf Kommunen bis maximal 20.000 Einwohner im Nachgang zur Wettbewerbseinreichung als Landmusikorte ausgezeichnet. Neben drei Bundessiegern gab es elf Landessieger. Postbauer-Heng geht als einziger Sieger für Bayern hervor. Die jeweils 5000 Euro Preisgeld für die Landessieger werden für die weitere kulturelle Arbeit vor Ort verwendet.

Mit dem Preisgeld verbunden ist die Verleihung der Plakette „Landmusikort des Jahres 2021“, die den Ort auch nach außen als kulturelles Zentrum kennzeichnet. Die Preisverleihung und Übergabe der Plakette findet im Herbst in den jeweiligen Orten statt.

In die Ermittlung der Preisträger waren die Landesmusikräte eingebunden. Eine Jury mit breit gestreuter Expertise sowohl im Bereich der professionellen Musik als auch der Amateurmusik unter Vorsitz von Prof. Dr. Ulrike Liedtke wählte die Preisträger-Kommunen aus.

Qualität, Kreativität und Vernetzung

Kriterien waren neben Qualität und Kreativität der kulturellen Arbeit die Einbeziehung und Vernetzung der örtlichen Institutionen. Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Ulrike Liedtke: „Die Förderung der Landmusik kommt zur rechten Zeit. Musik im ländlichen Raum spielt vor Ort, vor der Haustür, auf dem Marktplatz.

Einzigartig an Landmusik ist, dass Profis und Amateure gemeinsam gefördert werden. Die Auszeichnung von Landmusikorten lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit auf musikalische Netzwerke in kleinen Städten und Dörfern. Bürgerinnen und Bürger ausgezeichneter Landmusikorte können sehr stolz auf dieses Gütesiegel sein.“

Programmleiter Dr. Tilman Schlömp: „Die ausgezeichneten Orte haben bewiesen, dass mit überwiegend ehrenamtlichem Engagement eine lebendige Musikszene im ländlichen Raum möglich wird, wenn dies politisch gewollt ist. Die Kompetenz der städtischen Verwaltung bündelt in den ausgezeichneten Orten die Interessen von öffentlichen und privaten Institutionen und nutzt den Mehrwert eines blühenden Musiklebens auch für die touristische Vermarktung.“

Marktgemeinde schätzt den Wert musikalischer Aktivitäten

Bürgermeister Horst Kratzer freut sich über die Auszeichnung. Er ist großer Unterstützer der musikalischen Aktivitäten in seiner Marktgemeinde. Der Marktrat führte im März 2020 das Amt einer Musikbeauftragten ein, damit die musikalischen Belange der Musiker und Musikvereine betreut und im Marktrat vertreten werden.

Das Amt übt derzeit Markträtin Sigrid Hönig aus. Sie regte auch die Teilnahme am Wettbewerb an und überzeugte die Jury anhand der eingereichten Nachweise davon, dass Postbauer-Heng sich den Titel „Landmusikort Bayern 2021“ verdient hat.

Auftrag zum Weiterentwickeln

Maßgeblich waren die Bandbreite des musikalischen Angebotes sowie die Vernetzung der musikalisch Aktiven mit den örtlichen Institutionen sowie eine Beschreibung der musikalisch-kulturellen Aktivitäten.

Die Marktgemeinde Postbauer-Heng freut sich über die Auszeichnung und sieht den Wettbewerbssieg als Auftrag, das musikalische Angebot vor Ort weiterzuentwickeln. Dazu werden alle Musizierenden und Musikvereine mit eingebunden.

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