Klinikum Neumarkt: Mehr Platz für Babys und Kinder

9.5.2021, 11:42 Uhr
Ein drittes Gebäude am Klinikum Neumarkt haben Leokadia und Johann Donauer gestiftet, hier die Ansicht von der Nürnberger Straße aus. Dort wurden unter anderem weitere Kapazitäten geschaffen, um Frühchen und Neugeborene zu überwachen.

Ein drittes Gebäude am Klinikum Neumarkt haben Leokadia und Johann Donauer gestiftet, hier die Ansicht von der Nürnberger Straße aus. Dort wurden unter anderem weitere Kapazitäten geschaffen, um Frühchen und Neugeborene zu überwachen. © Foto: Oliver Schwindl/Klinikum Neumarkt

Unter anderem entstehen zusätzliche Kapazitäten, um Frühchen und Neugeborene zu überwachen – in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Nürnberg, das die Kinderstation am Klinikum Neumarkt betreibt. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen gab es keine große Einweihungsfeier, die Segnung der Räume und die offizielle Schlüsselübergabe fand im kleinen Rahmen statt.

Landrat Willibald Gailler dankte dem Stifterpaar Leokadia und Johann Donauer für die mittlerweile dritte Stiftung. Schon ihre erste Stiftung im Jahr 2008 mit der Palliativstation war die größte Einzelstiftung der gesamten Oberpfalz. Und bereits im Jahr 2013 konnten sich die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis über die Kinderstation, eine weitere Stiftung aus dem Hause Donauer, freuen.

Auch an den Kreistag, der dem Klinikum immer einen hohen Stellenwert beimisst, ergingen Dankesworte für die Zustimmung, die nicht von der Stiftung getragenen Investitionskosten von 1,5 Millionen Euro zu übernehmen. Gailler dankte auch den Planern und Firmen, die zu dem reibungslosen Bauablauf beigetra-gen haben, namentlich dem Architekturbüro Distler.

Das Stifter-Ehepaar Leokadia und Johann Donauer erhielt den symbolischen Schlüssel von Architektin Sabine Büsing.

Das Stifter-Ehepaar Leokadia und Johann Donauer erhielt den symbolischen Schlüssel von Architektin Sabine Büsing. © Foto: Oliver Schwindl/Klinikum Neumarkt

Architekt Hans-Jürgen Distler und Architektin Sabine Büsing überreichten den symbolischen Schlüssel. Dabei ging Distler auf die Historie der insgesamt drei Stiftungsgebäude ein mit den ersten Planungen im Jahr 2006. Nun ist dieses Werk vollendet und kann in vollem Umfang seiner Bestimmung übergeben werden.

Klinikvorstand René Klinger erläuterte die Nutzung des Gebäudes. Das Herzstück sind zusätzliche Räume für die Vervollständigung der Kinderstation im ersten Obergeschoss. Die pädiatrische Notfallambulanz erhält zwei neue moderne Untersuchungsräume. Auch zwei weitere Patientenzimmer werden eingerichtet.

Babyboom im Landkreis

Durch die Erweiterung werden zudem zusätzliche Kapazitäten im Bereich der Überwachung von Frühchen und Neugeborenen geschaffen. In Kooperation mit der Klinik für Neugeborene, Kinder und Jugendliche am Klinikum Nürnberg können auf diesen neonatologischen Überwachungsplätzen Neugeborene mit Anpassungsproblemen behandelt werden und Frühgeborene aus dem Perinatalzentrum in Nürnberg schneller heimatnah nach Neumarkt zurückverlegt werden. Damit trägt das Klinikum Neumarkt den steigenden Geburtenzahlen im Landkreis Neumarkt Rechnung. 2020 kamen hier über 1000 Babys zur Welt.

Im zweiten Stock wird die Normalpflegestation erweitert. Es stehen zehn neue Bettenplätze und weitere Untersuchungsräume zur Verfügung. Ebenso wie im ersten Stock werden auch hier zusätzliche Lagerräume geschaffen. Und im Erdgeschoss hat die Orthopädische Praxis Promed eine Filiale bezogen, auf diese Weise wird die enge Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten zum Wohl der Patienten fortgeführt.

Die beiden Klinikseelsorger Katharina Thoma und Wolfgang Butzer segneten zum Abschluss in einer kleinen Zeremonie die neu errichteten Räumlichkeiten.

Keine Kommentare