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Landkreis Neumarkt: Pinke Party mit Autokorso

Benefizveranstaltung sammelt farbintensiv Spenden für krebskranke Kinder - 19.08.2015 17:41 Uhr

Pretty in Pink: Am rosafarbenen Bilderrahmen mit einem rosa Hasen im Arm lassen sich auch dieses Jahr wieder besondere Schnappschüsse knipsen. © Foto: Birgitt Waidhauser/privat


Die Idee hat Birgitt Waidhauser aus England, der Heimat exzentrischer Hobbies: Dort treffen sich Besitzer rosafarbener Autos seit fast zehn Jahren zur „Pinkcarrallye“. Weit über 200 Fahrzeuge nehmen daran teil - von der Familienkutsche bis zum Sportwagen.

Die erste Tour im Kreis Neumarkt fand 2014 statt. Man backt noch kleinere Brötchen, deshalb sind Teilnahmebedingungen auch nicht so streng. Mitfahren dürfen alle Autos, es genügt eine rosa Schleife oder pinke Aufkleber. Schließlich ist nicht jedermann so mutig wie Birgitt Waidhauser selbst. Sie besitzt seit drei Jahren einen Chrysler PT Cruiser, selbstverständlich komplett rosa lackiert. „Ich habe mir einen Kindheitstraum erfüllt“, sagt Waidhauser.

Seit sie denken kann, ist rosa die Lieblingsfarbe der 49-jährigen Forchheimerin. Schlüsselanhänger, Handy - sind rosa. „Das zieht sich im Haus durch“, sagt Waidhauser. Etwa im Esszimmer: Die Tischplatte besteht aus grün-rosa marmoriertem Granit, rosa Sideboards stehen an den mintfarbenen Wänden.

Der Korso der rosafarbenen Autos startet nach einem gemeinsamen Frühstück um 10.30 Uhr am Sportheim des FC Forcheim, führt dann über Sulzkirchen, Freystadt, Rocksdorf auf der B 8 nach Neumarkt. Nach einer Pause an der Tankstelle Meier‘s 39 geht es gegen 11 Uhr zurück über Berngau, Freystadt und Sulzkirchen nach Forchheim. Mit dabei ist auch die Streetbunnycrew, eine lose Vereinigung von Motorradfahrern, die mit rosa Hasen-Kostümen die Spendenfahrten der Region bereichern.

Pinke Preise

Nach der Ankunft beginnt die eigentliche pinke Party im Sportheim des FC Forchheim: Es gibt Kuchen in großer Auswahl - selbstverständlich rosa - und in der Tombola locken pinke Preise. In einer Fanecke können sich die Rosa-Freunde ausstatten mit Perücken, Sonnenbrillen, Tassen und allem möglichen Krimskrams.

Die Feier hat einen ernsten Hintergrund: Vor sieben Jahren erkrankte Waidhausers Tochter an Leukämie, Dank der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS konnte ein Spender gefunden werden, so dass das Mädchen wieder genas. Doch nach dieser bangen Zeit möchte Birgitt Waidhauser andere Familien in solch schwierigen Situation unterstützen. Sie organisiert regelmäßig Benefizveranstaltungen, etwa im März ein Konzert des Chors Vocalipur im Reitstadel.

Der Elterninitiative krebskranker Kinder aus Erlangen kann deshalb am Sonntag ein Rollstuhl, zwei Notebooks, eine Kaffeemaschine und diverse Kleinigkeiten als Spende übergeben werden. Für das kommende Jahr sind bereits zwei Veranstaltungen in Vorbereitung: Ein Bauchredner-Treffen und eine Kunstausstellung mit rosa Objekten sollen Spenden hereinbringen.

HAUKE HÖPCKE

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