Landkreisklubs im Handball bekommen Klassenverbleib geschenkt

Kevin Gudd
Kevin Gudd

Neumarkter Nachrichten

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18.4.2020, 12:00 Uhr
Die beiden Nachbarn von der SG Rohr/Pavelsbach (grüne Trikots) und der HSG Pyrbaum/Seligenporten (in grau) dürfen sich auch in der kommenden Handball-Saison auf Bezirksoberliga-Niveau beharken. Beide lagen vor dem corona-bedingten Saisonabbruch auf einem Abstiegsplatz und profitieren von der Kulanzregelung.

Die beiden Nachbarn von der SG Rohr/Pavelsbach (grüne Trikots) und der HSG Pyrbaum/Seligenporten (in grau) dürfen sich auch in der kommenden Handball-Saison auf Bezirksoberliga-Niveau beharken. Beide lagen vor dem corona-bedingten Saisonabbruch auf einem Abstiegsplatz und profitieren von der Kulanzregelung. © Ralf Rödel

Nach einer mit Spannung erwarteten Präsidiumssitzung schwenkt der bayerische Handballverband mit seiner Mitteilung vom 14. April nun auf den Kurs des Bundesverbands ein und spricht sich ebenfalls für einen kompletten Abbruch der Spielzeit 2019/20 aus, der bislang lediglich für den Nachwuchs verfügt wurde.

Der Vorschlag sieht mit Blick auf die verschiedensten Tabellenkonstellationen vor, gänzlich auf Absteiger zu verzichten. Damit haben HSG Pyrbaum und SG Rohr/Pavelsbach ihren Platz in der Frauen-Bezirksoberliga trotz magerer Ausbeute sicher. Die vorbehaltene Kür von Aufsteigern sowie die entsprechende Aufstockung von Spielklassen bedarf hingegen detaillierter Überlegungen, die in Zusammenarbeit mit den Bezirken ausformuliert werden sollen.

Zuvor steht zur Absicherung am 22. April eine Abstimmung im Bundesrat mit Vertretern sämtlicher Landes- und Regionalverbände auf dem Programm, ehe die Bekanntgabe der Abschluss-Tabellen zum 30. April erfolgt. Über die Durchführbarkeit der üblichen Jugend-Qualifikation soll dann bis spätestens 17. Mai entschieden werden. "Da sind noch einige Aufgaben zu erledigen", konstatiert Alex Lippmann auch mit Blick auf den eigenen Verein. "Mal sehen, was wir aus der Situation machen. Die vielen Rückschläge haben an den Nerven gezehrt. Wir müssen wieder Leichtigkeit reinbringen", sagt die ehemalige Landesliga-Spielerin.

Auf das drohende Aufbau-Jahr in der Bezirksliga verzichtet Lippmann trotzdem gerne. "Je höher du spielst, desto größer ist der Anreiz für die Mädels. Es kann nicht der Anspruch sein, sich mit der Bezirksliga zufriedenzugeben." Um sich mittelfristig im gesunden BOL-Mittelfeld zu etablieren, soll das zuletzt verletzungsbedingt ausgedünnte Aufgebot mit jungen Kräften aufgefrischt werden. Während Leistungsträgerin Stephanie Fruth nach dem zweiten Kreuzbandriss die Karriere beendet, zählt Lippmann mindestens drei A-Jugendliche, die über die zweite Mannschaft schon schnupperten, zum künftigen Stamm. Die Eingliederung erfordere jedoch Geduld und werde durch die aktuelle Kontaktsperre erschwert.

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