Lange Finger am Arbeitsplatz

26.1.2018, 09:57 Uhr

© Rurik Schnackig

Das kostete die 38-jährige Frau nicht nur den Arbeitsplatz, sie kam auch wegen Diebstahls vor Gericht. Über ihren Verteidiger Christopher Lihl ließ sie den Tatvorwurf einräumen.

"Sie haben das Vertrauen ihres Arbeitgebers, der sie an verantwortlicher Stelle beschäftigt hat, missbraucht", hielt ihr Richter Rainer Würth vor. Andererseits war die Mutter von zwei Kindern bislang noch nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Milder Richter

Deshalb, so Staatsanwaltschaftsvertreter Thomas Leykam, könne noch mit einer Geldstrafe gearbeitet werden. Da die vierköpfige Familie nun von dem nicht übermäßig üppigen Gehalt des Ehemannes leben muss, schienen ihm 100 Tagessätze zu je 20 Euro ausreichend.

Lihl bat nochmals, die wirtschaftlichen Gesamtumstände seiner Mandantin zu berücksichtigen und Milde walten zu lassen. Das tat Richter Würth, als er mit den Tagessätzen auf 90 herunter ging. Diese Strafe wird nicht im polizeilichen Führungszeugnis auftauchen und so den Neueinstieg ins Berufsleben nicht behindern.