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Freitag, 06.12.2019

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Lauterhofener Kinder hatten spannenden Nachmittag im Wald

Wie bringt man junge Menschen mit Natur und Tieren in Kontakt? Zum Beispiel im Ferienprogramm. - 24.08.2019 14:42 Uhr

Förster Siegfried Kutscher nahm die Lauterhofener Ferienkinder mit auf einen ausgedehnten Streifzug durch den Wald. Dort lernten die Kinder nicht nur Wissenswertes über Bäume und Klimawandel, sondern auch über die heimische Tierwelt. © Foto: Jutta Riedel


Waldpädagogik sei eine Aufgabe der Bayerischen Forstverwaltung und sogar im Waldgesetz verankert, informierte der pensionierte Förster, dem es besonders wichtig ist, auch Kinder für das Thema Wald und Natur zu sensibilisieren. Treffpunkt war die rund 350 Jahre alte Linde an der mittleren von drei alten Kapellen am Baugebiet "Kapellenäcker", "ein noch jugendlicher Baum", schmunzelte Kutscher und zeigte Bilder eines 1000 Jahre alten Exemplars. Der gesamte Wald in der Umgebung von Lauterhofen sei noch sehr jung, erläuterte der Förster.

Seit Jahrhunderten habe die Linde eine ganz wichtige Rolle im Leben der Menschen gespielt, betonte Kutscher. Der Platz unter den Linden diente häufig als Treffpunkt für die Jugend, berichtete Kutscher, ein Beispiel dafür sind die "Tanzlinden". Häufig wurde aber auch unter den Linden Gericht gehalten.

Hochinteressiert zeigten sich die Kinder beim Thema "Klimawandel" mit den Auswirkungen auf den Baumbestand. So fehlt aufgrund der Trockenheit den Fichten der "Saft", das Harz, um sich gegen das Eindringen der Borkenkäfer zur Wehr zu setzen, die teils zu Tausenden aus den Bäumen herauskommen.

Hier wird nach einem Ersatz für den "Brotbaum der Forstwirtschaft" gesucht, informierte der Förster und verwies auf die Douglasie, auf die heute große Hoffnung gesetzt wird.

Weiter erläuterte Kutscher den Kindern das jährliche Wachstum der Fichte und zeigte, wie man das Alter des Baumes anhand der Jahresringe ermitteln kann und befasste sich mit der Frage, warum der Wald nicht an seinem eigenen Müll erstickt.

Bei einer Pause an der Jagdhütte der Familie Ehrnsperger stärkten sich die Kleinen und machten sich dann mit Feuereifer daran, die mitgebrachten Tierpräparate von diversen heimischen Vögeln und Raubtieren zu bestimmen und über ihre Lebensgewohnheiten und Eigenheiten zu erfahren.

Im Wald ging es weiter mit der Bestimmung von Bäumen und Beerensträuchern, zum Abschluss gab es für jedes Kind noch ein Malbuch.

JUTTA RIEDEL

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