Dienstag, 20.10.2020

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Lupburger sehen neue Sparkassen-Satzung mit Skepsis

Sicher ist sicher, sagen sich die Lupburger Markträte und wollen das Innenministerium zur Fusion mit - 02.05.2020 11:41 Uhr

Zum letzten Mal hat sich der Marktrat von Lupburg in der zu Ende gehenden Legislaturperiode zusammengesetzt, sechs Räte wurden verabschiedet. Vorher gab vor allem die Sparkassensatzung Anlass zu Diskussionen.

© Foto: Werner Sturm


Der Markt Lupburg ist laut Bürgermeister Manfred Hauser seit dem Jahr 1977 Mitglied der Trägerschaft der Sparkasse Neumarkt-Parsberg, insgesamt gibt es vier Träger. Seit längerem werde von den Aufsichtsbehörden eine Verkleinerung der Gremien gefordert, der alle Gewährträger zustimmen müssten. Die Parsberger hatten sich wenige Tage vorher mit Erfolg dagegen gewandt, dass der Sparkassensitz künftig nur noch Neumarkt ist. Er bleibt jetzt in Neumarkt und Parsberg bestehen.

Der Markt Lupburg verfügt im Gegensatz zu den übrigen drei Trägerkörperschaften über keinen Sitz im Verwaltungsrat. Dies hatte nach den Worten des Bürgermeisters zur Folge, dass die Schließung der Sparkassenfiliale in Lupburg ohne Wissen des Marktgemeinderats über die Bühne gegangen war.

Der Vorstand der Sparkasse beruft sich bei der Besetzung des Verwaltungsrats auf den Fusionsvertrag aus dem Jahre 1977, in dem geregelt ist, dass der Stadt Parsberg und dem Markt Lupburg gemeinsam nur ein Sitz im Verwaltungsrat zusteht.

"Daher hat der Markt Lupburg erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Fusionsvertrags", so der Rathauschef. Nach eingehender Diskussion wurde beschlossen: Der Satzungsänderung wird zugestimmt. Die Verwaltung wird beauftragt, beim Innenministerium den Vertrag über die Fusion der Kreis- und Stadtsparkasse Neumarkt und der Sparkasse Parsberg von 1977 und die damit verbundene Trägerschaft des Marktes Lupburg überprüfen zu lassen. Über das Ergebnis wird der Marktgemeinderat informiert, damit das weitere Vorgehen beraten werden kann.

Mit einem Zitat von Theodor Heuss verabschiedete Hauser die scheidenden Markträte: "Die Gemeinde ist wichtiger als der Staat, das Wichtigste sind die Menschen, die in den Gemeinden leben." Hauser sagte, er habe "die ehrliche und offene Zusammenarbeit mit euch immer als angenehm empfunden".

Zum 30. April scheiden in Lupburg folgende Markträte aus: Staatsminister Albert Füracker (30 Jahre Marktrat und jahrelang Vize-Bürgermeister), Alfred Brock (zwölf Jahre), Günter Federl (sechs Jahre), Evelyne Füracker (fünf Jahre), Josef Holl (zwölf Jahre) und der bisherige dritte Bürgermeister Georg Mirbeth (24 Jahre).

WERNER STURM

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