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Mittwoch, 19.06.2019

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Malerei trifft Skulptur

Werke des Fischer-Schülers Menno Fahl sind im Reitstadel zu sehen - 13.06.2019 10:30 Uhr

Der Vorstandsvorsitzende der Lothar Fischer Stiftung Heiko Graeve (v.l.n.r.), Künstler Menno Fahl und Neumarkts Kulturamtsleiterin Barbara Leicht in der Ausstellung.


Menno Fahl ist 1967 in Hannover geboren. Von 1988 bis 1992 studierte er Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Peter Nagel (Abschluss mit Diplom). Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung von Farbe und Raum führte ihn 1993 zu dem weiteren Studium der Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin bei Lothar Fischer. Dieses schloss er 1997 als Meisterschüler ab.

Lothar Fischer äußerte sich 1995 über Menno Fahl: "Aus dem Hintergrund der Malerei übernimmt er die Figur als Thema für den konkreten Raum, jedoch nicht als Zweck einer Darstellung, sondern als Ergebnis, das beim Spiel mit Form und Farbe entsteht. Dieser Farbe-Plastik-Dialog ist eine in der Gegenwart erstaunlich selten aufgenommene Problemstellung, denn sie wurzelt logisch in der Tradition der Europäischen Moderne dieses Jahrhunderts."

Menno Fahl ist seit 1997 freischaffend als Künstler tätig. Von 1997 bis 2005 erhielt er einen Lehrauftrag für Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Seine Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen. Seit 1989 präsentiert er auf nationaler und internationaler Ebene Ausstellungen in Kunstvereinen, Museen, öffentlichen und privaten Galerien sowie Kunstmessen. Bereits 2011 stellte Menno Fahl zusammen mit dem Bildhauer-Kollegen Friedemann Grieshaber, ebenfalls Meisterschüler von Lothar Fischer, unter dem Titel "Form, Figur, Auflösung" seine Werke in Neumarkt aus.

Die neue Ausstellung im Reitstadel trägt den Titel "Farbräume – Skulptur, Malerei, Collage". Barbara Leicht, Kulturamtsleiterin der Stadt Neumarkt, bezeichnet die Farb- und Formensprache Fahls als sehr stringent. Die Werke seien geprägt von der Polychromie, der Farbanstrich sei lässig, der Duktus frei, aber die Figuration sei immer bewahrt. "Es ist zu erkennen, dass sich die Malerei mit der Skulptur paart", sagt Leicht – am besten zu sehen an dem zentralen Werk der Ausstellung, den "Gartenzwergen".

Diese Farbrauminstallation wird demnächst die neue Kindertagesstätte des Klinikums Neumarkt schmücken. Der Förderverein des Museum Lothar Fischer hat die Arbeit erworben, gibt sie weiter an die Stiftung und diese wiederum als Dauerleihgabe an das Klinikum, wo im Neubau extra eine Nische dafür angelegt wird. Der Förderverein hat darüber hinaus zahlreiche Fahl-Werke aus einem in Australien lagernden Fundus erworben, wie Stiftungsvorsitzender Heiko Graeve erläutert. 

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