14°

Montag, 23.09.2019

|

Milchbauern mit Wut im Bauch

Milchbauern im Landkreis beklagen Wertschöpfungsdefizit — Kritik an Bundesagrarministerin Ilse Aigner geäußert - 07.01.2013 17:00 Uhr

Beim Mahnfeuer der Milchbauern sparten diese nicht mit deutlichen Worten an die Politik. Sie forderten einen fairen Preis, der ihrer Meinung nach erst bei 40 Cent pro Liter beginnt. © Sophia Meyer


Deshalb sollte das neue Jahr damit begonnen werden, sich gegen die bestehenden Verhältnisse aufzulehnen: Am vergangenen Freitag organisierte der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, kurz BDM, auf dem Weg zwischen Schafhof und Labersricht ein Mahnfeuer, zu dem trotz widrigster Witterungsverhältnisse etwa 30 Milchbauern gekommen waren.

„Genauso wie es heute regnet, regnet es auch in unsere Betriebe rein“, so BDM-Kreisteamleiter Bernhard Hiltl. Die Politik habe sich nur um die Interessen der Ernährungsindustrie gekümmert und dabei dieses immense Loch in die Kassen der Milchbauern gerissen. Die Forderung der Milchbauern ist eine Mindest-Steigerung des Milchpreises auf 40 Cent für einen Liter Milch.

Eher 45 Cent

Wie BDM-Landesteamleiter und Beirat im Bundesvorstand, Fritz Wienert, sagte, bräuchte man zur Kostendeckung eigentlich sogar eine Steigerung auf 45 Cent: „ Bei einem Mercedes zahlt man ja auch gerne mehr für erhöhte Qualität. Genauso sollte es auch bei der Milch sein.“ In jedem Fall wolle man sich dagegen wehren, dass die Landwirtschaft in den nächsten Jahren durch die Globalisierung mehr und mehr austauschbar gemacht wird. Deshalb soll das Mahnfeuer auch erst der Anfang in diesem Jahr sein: „Bis September sitzt Ilse Aigner noch in Berlin. Bis dahin hat sie noch die Chance, etwas zu ändern“, so Hiltl.
  

som

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Neumarkt