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Mit österreichischem Humor in Neumarkt ermittelt

Beate Maxian recherchierte für Kurzkrimi — Volksfest-Laune erschwert Lösung des Falls - 18.04.2014 06:00 Uhr

Beate Maxian liest ihre neue Kurzgeschichte, die in Neumarkt spielt, bei der Criminale am Freitag, 23. Mai, in der Residenz. Foto: Michael Maritsch

© NN


Beate Maxian ist mit Leib und Seele Krimi-Autorin, denkt sich schauerlich-schöne Geschichte aus, die „Tod hinterm Stephansdom“ oder „Die Tote vom Zentralfriedhof“ heißen. Es geht um Mörder, um unschuldige Frauen, die grausam sterben müssen.

Das alles mag fast gar nicht zu der lebensfrohen Autorin passen, die am Telefon munter erzählt, was sie alles in Neumarkt erlebt hat. Auch ihre neue Kurzgeschichte „Tatort Neumarkt“ ist, so beteuert Maxian, alles andere als gruselig und mystisch. „Es ist eine humorvolle Geschichte, die man mit einem Augenzwinkern lesen sollte“, sagt die Autorin. Gelacht wird schließlich viel zu selten.

Beate Maxian, 46 Jahre alt, lebt in Oberösterreich und hat Wurzeln im nahen Nürnberg und im Landkreis Eichstätt, wo sie ihre Kindheit verbrachte, bis die Familie nach Österreich zog. Der Vater ist Österreicher.

Für das Krimi-Festival liefert die 46-Jährige eine Kurzgeschichte, die sie in Neumarkt am 23. Mai vorstellen wird. Sie habe im Internet ein wenig gestöbert, erzählt Maxian. Sie suchte einen Tatort rund um Nürnberg. Entdeckt hat sie in den Weiten des World Wide Web die Burgruine Wolfstein und das Pfalzgrafenschloss. Sie vertiefte sich in die Neumarkter Historie — und war begeistert. So sehr, dass sie ihren Beitrag zur Krimi-Anthologie „Tatort Franken“ beziehungsweise „Tatort Oberpfalz“ in Neumarkt ansiedelte. „Das war die perfekte Bühne.“

Nachdem das grobe Konzept stand, reiste Beate Maxian vom Attersee nach Neumarkt. „Ich bin herzlich empfangen worden. Es war, als würde ich die Menschen hier schon lange kennen.“

Freundin aus Mistelbach

Zwei Tage flanierte sie, begleitet von kundigen Neumarktern, durch die Stadt und machte sich Notizen. Das Ergebnis: Eine humorvolle Geschichte um zwei junge Österreicherinnen. Die eine wohnt in Neumarkt, in einer schmucken Villa neben dem Friedhof. Eines Tages verliert sich jede Spur von ihr, die Frau ist nicht mehr auffindbar.

Freundin Kathi — sie kommt aus der Neumarkter Partnerstadt Mistelbach — macht sich flugs auf den Weg in die Oberpfalz, um das Verschwinden — oder Verbrechen — aufzuklären. Doch ihre Recherchen geraten ins Stocken. Denn: Die Neumarkter feiern gerade ihr Jura-Volksfest und interessieren sich im Feier-Rummel herzlich wenig für eine verschwundene Österreicherin.

Das Ende wird natürlich an dieser Stelle nicht verraten. „Ich hoffe, der österreichische Humor kommt in der Oberpfalz an“, lacht die Autorin. „Obwohl: Bayern und Österreich sind sich nicht so unähnlich.“

Die „Criminale 2014 Nürnberg-Fürth“ findet heuer vom 21. bis 25. Mai statt. In nahezu jeder Stadt der Metropolregion lesen Autoren aus ihren Werken. Der „Tatort Neumarkt“ findet am Freitag, 23. Mai, um 20 Uhr im Gewölbekeller der Residenz statt. Karten gibt es unter anderem mit Zac-Rabatt in der Geschäftsstelle der Neumarkter Nachrichten.

MELANIE KUNZE

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