Donnerstag, 04.03.2021

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Monstertrasse verläuft sicher durch Ostbayern

Genauer Verlauf der Süd-Ost-Passage der Stromleitung weiter unklar - 08.12.2015 13:00 Uhr

Seit Januar 2014 gibt es vehementen Widerstand aus der Bevölkerung gegen die damals bekannt gewordenen Planungen der Firma Amprion, eine Höchstspannungsstromleitung (HGÜ) mit 70 Meter hohen Masten durch das Nürnberger Land und quer durch den Landkreis Neumarkt führen zu wollen. Reihenweise wurden in den Kommunen zwischen Oberfranken und Schwaben Bürgerinitiativen gegründet, und in Verbindung mit der Regionalpolitik wurde der Widerstand von Monat zu Monat heftiger. Vielfach ist unklar, ob das Thema nunmehr für die Region Neumarkt erledigt ist und in welcher Weise die Bürgerinitiativen ihre Arbeit weiterführen.

Der Berger Bürgermeister und stellvertretende Landrat Helmut Himmler teilt hierzu mit, dass die sogenannte Süd-Ost-Passage nicht verhindert werden konnte, der massive Widerstand in der westlichen Oberpfalz und in Franken aber gezeigt habe, dass die „Monstertrasse“ in diesem Raum nicht durchgesetzt werden kann.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundeskabinett im Juli einem zuvor ausgehandelten Kompromiss zugestimmt, wonach für beide großen Stromtrassen in Bayern soweit möglich bereits bestehende Leitungen genutzt werden. Die Süd-Ost-Passage, für die zunächst Meitingen im Landkreis Augsburg und später Gundremmingen im Landkreis Günzburg als Ende im Gespräch waren, sollte — so die neuen Überlegungen — nach Landshut geführt werden, um die bestehende Leitungsstruktur des AKW Ohu zu nutzen.

Der genaue Verlauf der Süd-Ost-Passage sei nach Aussage Himmlers nach wie vor unklar, denn es gebe nach wie vor keine Festlegung. Durch den Endpunkt der Trasse in der Nähe von Landshut sei aber sicher, dass sie zumindest teilweise durch Niederbayern führen werde. Ein Verlauf durch die östliche Oberpfalz gelte als sehr wahrscheinlich, da die Trasse laut Bundesnetzagentur möglichst geradlinig vom Anfangspunkt Wormirstedt (Sachsen-Anhalt) nach Landshut verlaufen soll. Zudem soll der bestehende Ostbayernring für die neue HGÜ genutzt werden.

Er sei nämlich keineswegs zufrieden mit den Entwicklungen der letzten Monate, sagte Himmler. Man habe zwar die drohende Monstertrasse in Neumarkt und im benachbarten Nürnberger Land gemeinsam verhindert, sie entstehe aber nach Lage der Dinge in Ostbayern. Sie sei de facto eine weitgehende Braunkohleleitung, diene dem europäischen Stromhandel, schade einer wirklichen Energiewende, sei ein Renditeobjekt der Finanzwirtschaft — und die Bürger dürften über Jahrzehnte hinweg die Zeche über den Strompreis bezahlen.

nn

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