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Nachfrage nach Astrazeneca-Impfung ist groß

Die Sonderaktion lässt die Telefone im Landratsamt heiß laufen - 17.04.2021 06:00 Uhr

Landkreisbürger im Alter zwischen 60 und 69 Jahren konnten sich zur "Sonderimpfaktion" mit dem Vakzin von Astrazeneca anmelden. In den Impfzentren in Loderbach und Dietfurt stehen dazu rund 1500 Impfdosen zur Verfügung.

 

Zunächst sollte an den Impftagen das Windhundverfahren gelten (wir berichteten). Das hatte zahlreiche Bürger aufgebracht. Sie fragten, weshalb sich Impfwillige möglicherweise stundenlang anstellen sollten. Das Landratsamt ruderte deshalb zurück: Um in den Impfzentren Dietfurt und Loderbach Menschenansammlungen zu vermeiden, wurden doch Termine vergeben.


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Zuvor war unter anderem eine telefonische Anmeldung nötig. Wer durchkam, hatte einen Termin sicher. Aber Durchkommen war ein Glücksspiel: "Ich habe über 30 Mal angerufen, die Leitung war immer belegt", ärgert sich ein NN-Leser, der gerne an der Aktion teilgenommen hätte.

Pausenlos am Telefon

Michael Gottschalk, Pressesprecher des Landratsamtes Neumarkt, versichert, dass vier Mitarbeiter pausenlos am Telefon sitzen, um den Ansturm zu bewältigen. Bis Donnerstag waren schon die Hälfte der Termine vergeben. Gottschalk wirbt um Verständnis: "Auch bei uns geht es eng zu, wir stemmen das alles mit dem bestehenden Personal." Die Arbeit wird nicht weniger: Das Landratsamt betreut nun auch das inzwischen geöffnete Impfzentrum in Dietfurt.

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Gelegentlich kommt es vor den Impfzentren zu langen Schlangen. Wie berichtet, liege das aber nicht an einem schlechten Management seitens des Landratsamtes, sondern schlicht daran, dass die Impflinge zu früh erscheinen, erklärt Pressesprecher Michael Gottschalk. Er betont: Wer einen Termin hat, kommt dran. Früher zu erscheinen, sei kontraproduktiv.

Bald nur noch beim Hausarzt

Zu Verzögerungen komme es zudem, weil vor Ort alle Daten der Impflinge überprüft würden und ein Aufklärungsgespräch stattfinde – eine bayernweite Vorgabe, wie Gottschalk erklärt. Im Landratsamt hofft man zeitnah auf eine leichte Entspannung der Lage, wenn sich der Betrieb in den Impfzentren wieder eingespielt habe.

Ab Montag, 19. April, wird der Impfstoff von Astrazeneca nicht mehr für Erstimpfungen verwendet, das gilt dann auch für Loderbach. Stattdessen soll das Vakzin nur noch bei Hausärzten zum Einsatz kommen. Bisher sind knapp 30 000 Impfdosen im Landkreis verabreicht worden, ein Drittel davon waren Zweitimpfungen.

 

ph

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