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Neue Gebäude und Geräte für Freystädter Feuerwehren

Zeitnah wird ein Teil der großgemeindlichen Feuerwehrhäuser ertüchtigt - 09.07.2020 14:14 Uhr

Es steht fest: Das alte Schulhaus in Forchheim samt angebauter Feuerwehrgarage wird abgerissen. Entstehen wird an diesem Platz ein neues Gebäude, das nicht nur von der Feuerwehr genutzt wird.

© Foto: Anne Schöll


Unter anderem ist festgeschrieben, dass die Wehren in Forchheim und Mörsdorf noch heuer ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF), Oberndorf einen Tragkraftspritzenanhänger (TSA), der bereits ausgeliefert worden ist, und zusätzlich wie Burggriesbach einen Mannschaftstransportwagen (MTW, Thannhausen ein Tragkraftspritzenfahrzug/Logistik erhalten wird.

Weil nicht alle Wehren geeignete Häuser dafür haben, stehen nun entsprechende Baumaßnahmen an. In Forchheim waren die Meinungen lange geteilt. Während Teile der Bürger für den Erhalt des alten Schulhauses und einen Feuerwehrneubau an anderer Stelle favorisiert haben, war der andere Teil für den Abriss, um so das Leben in der Dorfmitte zu lassen. Grund: Im Neubau sollen neben der Feuerwehr ein Mehrzweckraum für Vereinsaktivitäten, ein Mutter-Kind-Bereich und ein Jugendraum integriert werden.

Was den sofortigen Abbruch behindert, sind zwei Mietverhältnisse im bestehenden Gebäude, die erst für Juni nächsten Jahres gekündigt werden konnten. Dorr teilte mit, als Unterstellmöglichkeit für das neue Fahrzeug, auch während der Bauphase, habe man einen Ausweichstellplatz gefunden, weil die bestehende Feuerwehrgarage zu klein ist.

Stadt will Gelände kaufen

Das Möninger Feuerwehrhaus ist ebenfalls zu klein und nicht erweiterungsfähig. Dorr informierte, mit der Kirchenstiftung laufen Gespräche, wonach die Stadt das Gelände, auf dem der jetzige Pfarrstadel steht, kaufen möchte. In diesem Gebäude ist der Möninger Kindergarten untergebracht. Das Areal ist erst verhandelbar, wenn die neue Kita in der Pavelsbacher Straße fertig und der Umzug abgeschlossen ist.

Im Gegenzug sei die Kirchenverwaltung am Gelände des bestehenden Feuerwehrhauses interessiert als Erweiterung des Umgriffs um die Pfarrkirche. Für beide Grundstücke habe die Stadt ein Wertgutachten als Verhandlungsgrundlage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis steht noch aus. Architekt Sebastian Tischinger vom städtischen Bauamt stellte analog Forchheim auch hier dem Gremium einen Planvorentwurf vor, wonach im Erdgeschoss zwei Stellplätze, Lager- und Technikräume, Umkleiden, WC und ein Aufzug, im Obergeschoss eine Küche, Jugendraum, WC und Lagerraum entstehen sollen.

In Mörsdorf wird ein Anbau mit einem zweiten Stellplatz notwendig und in Oberndorf ein komplett neues Haus, weil sowohl am Gerätehaus als auch am Schulungsraum, die an getrennten Orten im Dorf stehen, nicht erweitert werden kann. Als neuen Standort hat man den Bolz- und Fußballplatz gewählt. Entstehen soll ein Haus mit Stellplatz, Umkleiden, Garderobe, WC und Schulungsraum.

Dann ging es noch um den Neubau eines Nebengebäudes beim Feuerwehrhaus in Freystadt mit einem weiteren Stellplatz, Kleiderkammer und Lager. Dies wird notwendig, weil man einen vernünftigen Arbeitsplatz für den neu eingestellten, hauptamtlichen Gerätewart schaffen muss. Er arbeitet bislang in der Waschhalle, die auch als Stellplatz dient. Außerdem soll in Freystadt eine zentrale Kleiderkammer für alle großgemeindlichen Wehren geschaffen werden, damit zum einem für Uniformjacken, die für Umzüge und ähnliches gebraucht werden, eine Ausleihe eingerichtet werden kann.

Zum anderen müssen laut neuester Vorschriften Schutzanzüge, die bei Bränden getragen wurden, nach jedem Einsatz gereinigt werden und können erst dann wieder freigegeben werden. Außerdem soll ein zentrales Lager entstehen, aus dem sich die Ortwehren beispielsweise Ersatzmaterial wie Ölbindemittel, Sandsäcke oder gewaschene Schläuche holen können.

Eigenleistung fließt mit ein

Neben der Wartung von Feuerwehrgerät und -fahrzeugen sind dies Aufgaben des Gerätewarts, der gleichzeitig dritter Kommandant ist. Dorr teilte mit, dass für Freystadt bereits eine fertige Planung da ist, die bei der Genehmigungsbehörde eingereicht werden kann. Zu den Kosten vom 340 000 Euro brutto für das Gebäude gibt es eine Förderung des Stellplatzes von 41 500 Euro. Auch werden die Freystädter Eigenleistungen erbringen. Letztere, so Dorr, werde man von allen Wehren einfordern für die Baumaßnahmen.

Hier wehrten sich einige Gemeinderäte der betroffenen Dörfer, die der Meinung waren, ihre Häuser müssten Priorität vor dem Freystädter Projekt haben. Dorr beschwichtigte, alle vier Häuser sollen parallel laufen. Bis zur Oktobersitzung sollen nun die Pläne angefertigt, für Freystadt das Genehmigungsverfahren auf den Weg gebracht werden. Der Beschluss zugunsten der Feuerwehrangelegenheiten fiel mit den Gegenstimmen von Beate Huber-Beck, Robert Hackner und Anton Ferschl.

ANNE SCHÖLL

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