Sonntag, 08.12.2019

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Neue Sengenthaler Kita in Rekordzeit erbaut

Der Kindergarten "Zwergenhaus" wurde nun offiziell eingeweiht - 02.12.2019 14:00 Uhr

Bürgermeister Werner Brandenburger „ministrierte“ bei der Segnung des neuen Kindergartens „Zwergenhaus“ in Sengenthal. Seit September werden dort 56 Kinder in drei Gruppen betreut. © Foto: Helmut Sturm


Bürgermeister Werner Brandenburger begrüßte die große Zahl an Gästen zum Auftakt der feierlichen Segnung. Der zweite Kindergarten wurde notwendig, da es in Sengenthal seit Jahren eine stabile Geburtenrate von um die 30 Kinder gebe.

"Seinen Hut" zog Brandenburger vor der Leistung des Architekten Michael Zaschka vom Architekturbüro Theo Nutz und den bauausführenden Handwerkern: "Vor einem Jahr stand hier noch der alte Bauhof." Die reine Bauzeit lief nur von März bis September und, so Brandenburger, "was den Zeitplan anbelangte, war ich nicht immer so zuversichtlich, wie ich aussah". Trotz boomender Baukonjunktur gab es eine Punktlandung mit 2,3 Millionen Euro Kosten.

Seit September werden 56 Kinder in drei Gruppen betreut. "Kinder- und Familienfreundlichkeit in Gemeinden entwickelt sich immer mehr zu einem Standortfaktor für Unternehmen", stellte Brandenburger fest. Die professionelle Zusammenarbeit der beiden Bildungseinrichtungen für Kinder in Sengenthal zeige sich in der deutlichen Reduzierung der Schließ-Tage von über 30 auf 17. "Alle Mühen haben sich gelohnt", schloss Bürgermeister Bran-denburger seine Rede.

Herz für Kinder

"Sengenthal hat ein Herz für Kinder", so gratulierte Landrat Willibald Gailler. Und er muss es schließlich wissen, gehören doch 74 Kindergär-ten im Landkreis zu seinem Amt.

Die Sengenthaler sind Eigentümer des modernen Gebäudes und auch Träger der Einrichtung. "Sengenthal ist Lebensqualität", sagte Gailler.

Was braucht man, um einen Kindergarten bauen zu können, fragte Architekt Michael Zaschka: "Zeit, Geld, einen Plan und Menschen, die alles das umsetzen können." Nur weil alle Handwerker und Firmen aus der Region zusammen geholfen haben, habe es in neun Monaten auf den Punkt hin geklappt.

Die Architektur des Zwergenhauses lässt sich am besten so beschreiben: "Weiche Schale, harter Kern." Es ist ein Stahlbetonbau mit einer warmen, einladenden Fassade aus Lärchenholz, mit bunten Farbakzenten an Eingängen und Fenstern und einem begrünten Flachdach mit PV- Anlage zur Eigenstromversorgung.

Orange, Grün und Gelb

Das Farb- und Materialkonzept setzt sich im Inneren fort. "Jede Gruppe hat zur Wiedererkennung und Orientierung für die Kinder eine eigene Gruppenfarbe: Orange, Grün und Gelb. Fenster ermöglichen Eltern und Kindern einen Blick vom Flur aus. Highlight und Blickfang ist der Garderobenspielflur mit einer geschwungenen Gipskartondecke und Lichtkuppeln in Kombination mit rauem Sichtbeton an der Decke.

Für die Mittagsbetreuung gibt es einen Speiseraum mit Küche. So ist auf einer Fläche von 590 Quadratmetern eine moderne Kita mit viel Platz zum Spielen und Toben entstanden. Den kirchlichen Segen spendeten Pfarrer Manfred Obermayer und Andreas Grell. Dabei bewährte sich der Bürgermeister als Ministrant und Weihwasserträger.

HELMUT STURM

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