Dienstag, 10.12.2019

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Neues SFZ: Richtfest gefeiert

Neumarkt: Modellprojekt mit Ostendorfer Gymnasium nimmt Gestalt an. - 13.11.2019 06:00 Uhr

„Baustelle betreten verboten“ warnt normalerweise nicht nur ein Schild am Absperrgitter, sondern auch eine große Warnbake an der Unterführung. Für das Richtfest wurde beides weit zur Seite gerückt. © Foto: Alexandra Haderlein


Dass hier kein herkömmlicher Schulneubau entsteht, betonte Landrat Willibald Gailler in seiner Ansprache mehrfach: Es handele sich um "ein bayernweit wohl einmaliges Modellprojekt zur Inklusion".

Denn neben dem SFZ wird auch das Ostendorfer Gymnasium (OG) einen Erweiterungsbau auf dem Grundstück finden. Die Besonderheit: Beide Schulen rücken nicht nur räumlich enger zusammen. Sie wollen voraussichtlich ab September 2020 auch in "weichen" Unterrichtsfächern gemeinsame Projekte abhalten. "Wir können uns zum Beispiel sehr gut vorstellen, im Bereich Kochen zu kooperieren", sagte beispielsweise der SFZ-Schulleiter Christian Schwab, der in seiner Rede gedanklich Raum für Raum durch das neue Gebäude führte.

Sonst nur Studierenden ermöglicht

Er kündigte auch an, dass das SFZ die Türen für die Schüler/innen des sozialen Zweiges des OGs öffnen werde: Sie können Praktika in der schulvorbereitenden Einrichtung oder den Diagnose-Klassen machen – "das dürfen sonst nur Studierende", so Schwab.

Aber auch alle anderen Schüler/innen beider Schulen sollen sich künftig am Übergang beider Schulen treffen können, der "Neuen Mitte" wie sie OG-Schulleiterin Ulrike Severa nannte.

Von dort seien gemeinsame Besuche der Mensa denkbar, sagte Ulrike Severa und ergänzte: "ein schöner Gedanke, wie ich finde". Denn durch solche Orte der Begegnung wird der Gebäudekomplex laut dem Landrat "zum Wegbereiter für einen Bewusstseinswandel" in der Neumarkter Stadtgesellschaft.

Mit dem bisherigen Baufortschritt zeigten sich alle Beteiligten zufrieden. Man sei zeitlich gut unterwegs und die Ausschreibungen seien trotz der vollen Auftragsbücher der Handwerksbetriebe bisher gut verlaufen. Das Vorhaben, zu dem auch die Generalsanierung des B-Baus des OG gehört, soll am Ende rund 25 Millionen Euro kosten.

Aktuell laufen die Dacharbeiten, danach rücken die Trockenbauer an. "Bis zum Jahreswechsel soll – sofern es die Witterung zulässt – der erste Estrich gegossen werden", führte Architekt Michael Zaschka vom zuständigen Architekturbüro Theo Nutz aus.

Zum Schuljahreswechsel soll laut Zaschka dann das OG den Erweiterungsbau beziehen können, wenig später auch das SFZ seine neuen Räume.

Der zweite und letzte Bauabschnitt, die Generalsanierung des B- Baus, soll voraussichtlich bis September 2021 abgeschlossen sein.

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