Freitag, 06.12.2019

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Neumarkt: Neue Elektrik für altes Forstamt

Das Gebäude in der Kapuzinerstraße wird im Frühjahr für das Finanzamt zum Ausweichquartier - 15.11.2019 09:28 Uhr

Das denkmalgeschützte Dienstgebäude des Finanzamts in der Ingolstädter Straße muss während der Sanierung geräumt werden. Ein Teil der Mitarbeiter zieht vorübergehend in das ehemalige Forstamt in der Kapuzinerstraße um. © Foto: André De Geare


Die Heizung im alten Forstamt, eine Hackschnitzelanlage, wurde laut Paul Prengel, Amtsleiter des Finanzamts, bereits überholt. Jetzt müssen noch die Elektrik und die Telefonleitungen auf Vordermann gebracht werden. "Die Räume im Forstamt sind auf eine viel geringere Besetzung ausgelegt. Wir kommen mit mehr Leuten und brauchen deshalb mehr PCs und Drucker und Telefone", sagt Prengel.

Es sei schwierig gewesen, überhaupt Firmen für diese Arbeiten zu finden. Das sei inzwischen geschafft, doch noch sei unklar, wie der Zeitplan aussieht. "Wir hoffen, dass wir im Februar oder März umziehen können", so Prengel.

Ausgelagert werden die Bereiche des Finanzamts mit wenig Publikumsverkehr, also die Verwaltung, die Umsatzsteuervoranmeldestelle und die Vollstreckungsabteilung. Die gesamte Veranlagungsstelle bleibt im bisherigen Dienstgebäude, wo allerdings zusammengerückt werden muss. Damit mehr Platz ist, wurden Akten teilweise ausgelagert. Denn der Altbau muss zuerst geräumt werden. Die Servicestelle wird dann vom vorderen Gebäude in den Erweiterungsbau von 1985 verlegt. "Für das Publikum ändert sich wenig, das muss dann halt ein paar Meter weiter laufen", sagt Amtsleiter Prengel.

Im Rahmen der mit etwa einem Jahr veranschlagten Bauarbeiten wird etwa im Altbau die Heizungsinstallation nebst Heizkörpern erneuert. Auch soll ein Nahwärmeverbund zwischen den Finanzamtsgebäuden vorbereitet werden. Insgesamt umfassen die Baumaßnahmen alle drei vom Finanzamt genutzten Gebäudeteile.

Der denkmalgeschützte Altbau wurde 1911 als Dienstgebäude in neubarocker Gestaltung errichtet. Er ist als Einzeldenkmal in der Denkmalliste eingetragen. Die Sanierungsarbeiten erfolgen deshalb in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Der Erweiterungsbau aus dem Jahr 1985 ist durch einen Zwischenbau mit dem Altbau verbunden. Das Dienstgebäude in der Feldstraße wurde 1953 erbaut.

Im Zuge der Baumaßnahme werden unter anderem Brandschutztüren eingebaut, Böden erneuert und Wände ertüchtigt oder ergänzt. "Die Mitarbeiter erhalten nach Durchführung der Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen optimale und moderne Arbeitsbedingungen", teilt Minister Albert Füracker mit.

Das Finanzamt Neumarkt ist zuständig für die Besteuerung der über 133.000 Einwohner der großen Kreisstadt und des Landkreises Neumarkt. Im Jahr 2018 erzielte das Finanzamt ein Steueraufkommen von rund 663 Millionen Euro.

CHRISTINE ANNESER

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