Mittwoch, 24.04.2019

|

Neumarkter demonstrieren gegen Abschiebung nach Afghanistan

Rund 200 Menschen kamen zur Kundgebung vor das Neumarkter Rathaus - 25.03.2017 18:45 Uhr

Dominik Lenz sprach vor dem Rathaus zu den Teilnehmern des Demonstrationszuges. © Wolfgang Fellner


 Angemeldet hatten die Veranstalter, darunter der Direkt-Kandidat der Linken im Landkreis für den Bundestag, Dominik Lenz und Philipp Wegerer, 25 Teilnehmer. Gekommen waren am Ende rund 200, die vom Bahnhof zum Rathaus marschierten. „Kein Mensch ist illegal“ skandierten sie, oder „Keine Abschiebung nach Afghanistan“. Doch nicht nur Antifa und Linke liefen da durch die Bahnhofsstraße, auch zahlreiche Neumarkter waren dabei, um der guten Sache ihre Unterstützung zu geben.

Begleitet wurde der Zug von etlichen Neumarkter Polizisten, die zudem Unterstützung aus Amberg dabei hatten. Die Beamten eskortierten den Zug nicht nur, sondern hatten auch ein aufmerksames Auge auf das Umfeld. Schließlich waren schon am Tag vor der Demo im Faberpark Plakate an Bäumen gepappt, die zum Widerstand gegen den Demonstrationszug aufriefen: „Gibt diesen Terroristen in Neumarkt keinen Raum“, hieß es darauf.

Die diesen „Terroristen“ keinen Raum geben wollten, tauchten denn auch pünktlich zu Beginn der Kundgebung vor dem Rathaus auf und wollten zielstrebig auf den Platz stürmen. Doch so einfach ging das nicht, da waren die Frauen und Männer des Unterstützungskommandos schon vor. Was die teils arg angetrunkenen Nazis erboste, die hinter der Absperrkette der Polizei bleiben mussten. „Wir wollen keine Linksterroristen“, skandierten sie. Die Menge vor dem Rathaus hielt dagegen: „Ob Ost, ob West, nieder mit der Nazi-Pest“.

Bilderstrecke zum Thema

Neumarkter demonstrieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Die Linke hatte in Neumarkt zur Demo gegen Abschiebung aufgerufen - und viele kamen. Auch von auswärts, aber viele Neumarkter reihten sich ein.


Dominik Lenz sagte vor dem Rathaus noch einmal, warum es die Demo gibt: „Ein junger Mann aus Afgahnistan, der sogar einen Ausbildungsplatz hat, soll abgeschoben werden.“ Dieses Schicksal würden viele Flüchtlinge teilen, „man deportiert sie in die Perspektivlosigkeit, in den Krieg“. Die Schere zwischen arm und reich in Deutschland klaffe immer weiter auseinander, sagte Lenz, auch dagegen müsse etwas unternommen werden.

  

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Neumarkt