Mittwoch, 23.10.2019

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Neumarkter Lebenshilfe betreut eine Streuobstwiese

In der ungewöhnlichen Kooperation mit der Neumarkter Lammsbräu leisten die Schüler einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. - 12.10.2019 14:06 Uhr

Schon beim Projekt-Start mit Aktionstag packten die Schüler der Lebenshilfe Neumarkt auf der Streuobstwiese der Neumarkter Lammsbräu bei Arzthofen kräftig mit an. © Foto: Hubert Bösl


Laut Cliff Rüdinger-Härlin, Leiter des Privaten Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, ist es das Ziel der Kooperation, sieben Schülern der Berufsschulstufe im Rahmen der Praxistage donnerstags Einblicke in landwirtschaftliche Arbeit zu ermöglichen.

Sie werden deshalb nicht nur auf der Streuobstwiese in Aktion treten, sondern auch in der Imkerei Grasruck und im Milchviehbetrieb der Familie Burger mit anpacken. Bei ihren Einsätzen auf der Streuobstwiese der Lammsbräu werden die Schüler durch ihren Lehrer Christoph Lachner angeleitet, der gleichzeitig Landschaftspflegemeister ist. Darüber hinaus unterstützt Christa Englhard vom Landschaftspflegeverband Neumarkt die Gruppe mit ihrem Fachwissen.

So lernten die jungen Leute bereits beim ersten Treffen auf der Streuobstwiese jede Menge über Äpfel. Die Gruppe beschäftigte sich mit verschiedenen Apfelsorten, stellte mit der Obstpresse frischen Apfelsaft her und verglich diesen anschließend mit Säften aus dem Supermarkt, auch im Hinblick auf Inhaltsstoffe, Transportwege und Klimaschutz.

Obstgehölze pflanzen

Bei den künftigen Arbeitseinsätzen auf der Wiese müssen unter anderem Obstbäume und Hecken geschnitten, junge Bäume geschützt und neue Obstgehölze gepflanzt werden. Gepflegt werden auch ein Teich, ein Insektenhotel sowie die Nistkästen für Fledermäuse.

An den Praxistagen der Schüler stoßen auch Mitarbeiter der Lammsbräu während ihrer Arbeitszeit dazu. Denn dem Unternehmen ist laut Geschäftsführer Johannes Ehrnsperger nicht nur der Beitrag zum Artenschutz wichtig, der mit der Streuobstwiese geleistet wird; die Bio-Brauerei möchte darüber hinaus den Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Behinderung aktiv fördern.

Die Streuobstwiese nutzt das Unternehmen seit dem Jahr 2013 regelmäßig für naturkundliche Projekte mit Mitarbeitern und Auszubildenden. Außerdem fanden bereits öffentliche naturkundliche Spaziergänge dort statt, um Interessierte über Natur- und Artenschutz zu informieren.

nn

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