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Neumarkter Pflegeheime hoffen auf die Corona-Impfung

Trotz aller Hygienemaßnahmen gelangt das Corona-Virus in die Einrichtungen. Sein Weg lässt sich nicht nachverfolgen. - 17.01.2021 11:37 Uhr

Nach wie vor sind die mobilen Impfteams in den Altenheimen im Landkreis Neumarkt unterwegs, wie hier zu Beginn in Mühlhausen. Bisher wurden 667 Heimbewohner geimpft. Das entspricht einer Quote von 51,35 Prozent. 221 Personen sind noch für die Impfung angemeldet.

15.01.2021 © Foto: Ingrid Maschek


Es besteht Testpflicht für Besucher. Auch das Personal und die Bewohner müssen regelmäßig getestet werden.  Doch immer wieder kommt es zu Covid-19-Ausbrüchen wie zuletzt im BRK-Seniorenzentrum in Woffenbach.  Wie also gelangt das Virus in die Einrichtungen?

Das Neumarkter Gesundheitsamt verfolgt nach einer Infektion die Kontakte des Betroffenen nach. "Bei den Seniorenheimen lässt sich anhand unserer Daten kein Muster feststellen", heißt es auf Anfrage der Neumarkter Nachrichten.

Alle Seniorenheime im Landkreis Neumarkt haben Hygiene-Konzepte. "Die Vorschriften werden überall eingehalten", sagt Michael Gottschalk, Sprecher des Landkreises Neumarkt. Es herrscht Ratlosigkeit, auf welchem Weg das Virus in die Seniorenheime gelangt.

Zwei Drittel der Corona-Toten lebten in einem Seniorenheim

Dabei wäre es so wichtig, dies herauszufinden. Schließlich lebt dort die verwundbarste Gruppe. Von den 3765 Infektionen insgesamt betrafen 296 Menschen über 80 Jahre. Insgesamt 91 Menschen im Landkreis Neumarkt sind seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben.

Von ihnen waren 63, also mehr als zwei Drittel, über 80 Jahre alt. 59 der an Covid-19 verstorbenen Menschen waren Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen. Die Zahlen zeigen, weshalb der Impfschutz so wichtig ist für die 1299 Landkreisbewohner in Pflege- und Seniorenheimen.

15 von 21 Pflegeheimen sind durchgeimpft

Immerhin 15 von 21 Pflegeheimen im Kreis Neumarkt sind bereits durchgeimpft. Ab nächster Woche beginnen dort die Zweit-Impfungen durch die mobilen Teams. Gerade ältere Menschen brauchen diese Zweit-Impfung im relevanten Zeitraum, weil sie in aller Regel ein geschwächtes Immunsystem haben.

In den restlichen sechs Einrichtungen im Landkreis wurde teilweise schon begonnen, für die übrigen Bewohner ist die Erstimpfung bereits terminiert. Dabei handelt es sich um das Caritas-Seniorenheim St. Josef in Freystadt, den Pflegebereich von Regens Wagner Lauterhofen, das BRK-Seniorenzentrum in Woffenbach, das Caritas-Seniorenheim St. Johannes in Neumarkt, das Alten- und Pflegeheim St. Alfons in Neumarkt und die Altenpension Schiller in Neumarkt.

Impfquote unter den Beschäftigten ist 32,4 Prozent

Bisher wurden 667 Heimbewohner geimpft. Das entspricht einer Quote von 51,35 Prozent. 221 Personen sind für die Impfung angemeldet.

 

Die Impfquote unter den Beschäftigten ist mit 32,4 Prozent bisher deutlich geringer als bei den Bewohnern. 1074 Menschen arbeiten als Pflegekraft, Köchin, Putzkraft, Sekretär oder Mediziner in den Pflege- und Seniorenheimen.

Bisher haben sich 348 von ihnen pieksen lassen. 119 sind angemeldet zur Impfung.


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HAUKE HÖPCKE

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