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Neumarkts OB Thumann fordert mehr Sachlichkeit beim B299-Ausbau

"Im Gesamtinteresse der Stadt": Er wendet sich in offenem Brief an Gegner des B 299-Ausbaus - 17.04.2021 14:38 Uhr

Landwirte und Anrainer protestieren gegen den Ausbau der Umgehung B299 um Neumarkt auf drei Spuren: Gertraud Iberl, Sprecherin der Landwirte und Pächter, Biobauer Bernhard Kopp, Landwirt Ludwig Walter und Thomas Ikert von der BI gegen den Ausbau in Woffenbach, vor einer Demo in Woffenbach.

29.03.2021 © Wolfgang Fellner


Er weist darauf hin, dass die einzig und allein planende Behörde das Staatliche Bauamt in Regensburg im Auftrag des Bundes ist. Der Bund habe beschlossen, für den Abschnitt der B 299 im Raum Neumarkt bis nach Berching circa 102 Millionen Euro zur Ertüchtigung der Bundesstraße zur Verfügung zu stellen.

Mit großer Mehrheit für Ausbau

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Protest gegen den Ausbau der B299: Brückenglühen in Stauf und Woffenbach

Mit Ratschen und Fackeln demonstrierten zahlreiche Bürger in Woffenbach und Stauf gegen den geplanten dreispurigen Ausbau der B299 in Bereich ihrer Orte.


Der Stadtrat der Stadt Neumarkt habe sich bereits mehrfach mit den im Stadtgebiet betroffenen Bauabschnitten beschäftigt und sich mit großer Mehrheit jedes Mal dafür ausgesprochen. Alleine in der Diskussion sei der Bauabschnitt zwischen Woffenbach und Stauf, während alle anderen Abschnitte ohne großes Aufhebens abgewickelt worden seien. "Dies geschah vor allem mit einer ganzen Reihe an oftmals unbelegten und auch nicht ganz seriösen Aussagen der Vertreter der Bürgerinitiativen hinsichtlich der beabsichtigten Beschleunigung des Rings innerhalb dieses Bauabschnitts, die aktuell zwischen 13 und 32 Sekunden Zeitvorteil variiert", betont Thumann. "Diese Aussagen – egal in welcher Höhe der Zeitvorteil liegt – sind unlauter."


Neumarkter SPD spricht sich gegen Ausbau aus


Denn jeder könne beurteilen, dass die Betrachtung der Beschleunigung natürlich nur in einem längeren Streckenabschnitt Sinn mache und erst, wenn man alle Verbesserungen zusammen nehme, die Beschleunigung an Bedeutung gewinne. Deshalb gebe es ja auch die Initiative des Bundes für den gesamten Ausbau von Neumarkt bis nach Berching.

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Viele Straßen innerhalb des Stadtgebietes seien mit weitaus mehr Fahrzeugbewegungen belegt wie die B 299 in diesem Abschnitt. Alleine die Amberger Straße im Übergang in die Dammstraße ist mit über 25 000 Fahrzeugen pro Tag belastet.

Entlastung für Inneren Ring

Ähnliches gelte für die großen Straßen wie die Regensburger oder die Nürnberger Straße. Das Ansinnen der Stadtverantwortlichen müsse es sein, zumindest einen Teil dieses Verkehrs aus der Stadt herauszubekommen. "Und das soll durch einen attraktiveren Berliner und Münchner Ring geschehen."


Neumarkter FDP spricht sich gegen Ausbau aus


Außer Acht gelassen werde die Tatsache, dass sich an mehreren Punkten in diesem Bauabschnitt zwischen Woffenbach und Stauf nicht nur viele Verkehrsunfälle mit Blechschäden und Verletzten, sondern auch tödliche Unfälle wie zum Beispiel an der Rittershofer Kreuzung oder im Streckenverlauf ereignet haben.

Sichere Überquerung nach Rittershof

Die jetzige Lösung mit einer sicheren Überquerung von Woffenbach nach Rittershof zur Entkoppelung der Kreuzung an der B 299 sei nur eine der wichtigen Maßnahmen.

Nicht richtig sei die Behauptung, dass der Flächenverbrauch innerhalb dieses geplanten Bauabschnitts unermesslich groß wäre. "Beim letzten Treffen der ablehnenden Landwirte wurde von den Initiatoren nunmehr sogar von einem vierspurigen Ausbau gesprochen, um die Ängste der Landwirte und Bewohner, auch die des Stadtteils Holzheim, zu schüren", empört sich Thumann. Er habe mit den Vertretern der Bürgerinitiativen bei drei Treffen Gespräche von circa sieben Stunden Dauer geführt. Dabei werde jedes Mal klar: Deren erklärter Wille sei die Verhinderung des Ausbaus insgesamt oder im jeweiligen Abschnitt.


Neumarkter Grüne gegen B299-Ausbau


"Als Oberbürgermeister habe ich jedoch die Beschlüsse des Stadtrates zu akzeptieren und ich sehe es auch im Gesamtinteresse der Stadt, diesen Bauabschnitt umzusetzen, verbunden jedoch mit der Bitte an das Staatliche Bauamt, die Anbindung an Stauf mit aufzunehmen und erneut Lärmschutzmaßnahmen zu prüfen." Dies könnte eine Wand in Höhe des Bahnübergangs bis zum Beginn der Rittershofer Kreuzung sein.

nn

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