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Freitag, 29.05.2020

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Oberpfalz: Frau hustet Polizisten absichtlich an

Auf der Straße schlafendes Pärchen war von den Beamten zuvor geweckt worden - 20.05.2020 12:21 Uhr

Am späten Freitagnachmittag ist  eine Streifenbesatzung der PI Bad Kötzting nach Arrach gerufen worden, weil dort ein Pärchen auf der Straße schlief. Als der 27-jährige Mann und seine 25-jährige Begleiterin aufgeweckt wurden, machten die beiden einen verwirrten und desorientierten Eindruck.
 
Da die Personalien nicht vor Ort festzustellen waren, sollten beide zur Polizeiinspektion Bad Kötzting gebracht werden. Plötzlich begann die Frau eine Polizeibeamtin unvermittelt und gezielt anzuhusten. Das Anhusten wurde dann auf der Wache fortgesetzt. Es folgten etliche beleidigende Kraftausdrücke in Richtung der anwesenden Polizeibeamten und Tritte gegen das Mobiliar der Diensträume, weshalb die Frau gefesselt werden musste.
 
Nachdem die Personalien des 27-jährigen Mannes festgestellt waren, wartete dieser vor dem Polizeigebäude auf die Entlassung seiner aggressiven Begleiterin. Diese Wartezeit nutzte er dazu, seinem Unmut über die polizeilichen Maßnahmen Ausdruck zu verleihen. Er nahm sein Feuerzeug und beschädigte die Klingelanlage der Polizeiinspektion Bad Kötzting.
 
Als er durch die Beamten zur Rede gestellt wurde, bedachte er diese ebenfalls mit massiven Beleidigungen und war nicht mehr zu beruhigen. Deshalb musste er die Nacht in einer Zelle verbringen, wo er seine Beleidigungen fortsetzte.
 
Das absichtliche Anhusten stelle, so die Polizei, nicht nur vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, ein nicht hinnehmbares Verhalten dar. Sämtliche angehustete Beamte müssen sich nun einem Test unterziehen. Eigentlich hätten die Beamten nur das Leben und die Gesundheit der auf der Straße liegenden Frau durch ihr Einschreiten schützen wollen.
 
Das Pärchen erwartet nun Anzeigen wegen mehreren Straftatbeständen, unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die Strafverfahren werden unter enger Einbindung  der Staatsanwaltschaft Regensburg im sogenannten priorisierten Verfahren abgearbeitet.

 


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