OG-Orchester und -Chöre begeistern 1200 Grundschüler

15.4.2016, 10:03 Uhr
Musiklehrer Franz Rauch dirigiert im Reitstadel das Streicherensemble „Camerata“ des Ostendorfer Gymnasiums.

Musiklehrer Franz Rauch dirigiert im Reitstadel das Streicherensemble „Camerata“ des Ostendorfer Gymnasiums. © Foto: Frank Heidler

„Das wird ein unvergessliches Erlebnis“, versprach Mitorganisatorin Christine Fersch von der Theo-Betz-Grundschule den Zuhörern vor der „Klassik for Kids“-Aufführung. Sie sollte recht behalten. Viele der Bühnenakteure von der 5. bis zur 12. Klasse konnten nur mit Mühe ihr Lampenfieber im Zaum halten.

Auf die Frage des Moderatoren des Conferenciers Armin Schidlo „Warst du aufgeregt?“ antwortete eine Nachwuchspianistin aus der siebten Klasse beinahe verschämt: „Ein bisschen“. Selbst die schon etwa abgeklärteren Oberstufen-Vokalistinnen des Kammerchors räumten nach ihrer pfiffigen „Lollipop“-Nummer ein: „Das ist schon schön, wenn man anderen zeigen kann, was man kann“ (Lisa).

Ihre Mitsängerin Johanna ergänzt: „Die Akustik im Reitstadel war schon etwas Besonderes“.

Nach einer kleinen Instrumentenkunde für die Zuhörer spielte das Streicherensemble „Camerata“ Mozarts kleine Nachtmusik — seit elf Jahren fester Bestandteil von „Klassik for Kids“. Mit diesem Stück startete die Kooperation von OG und Theo-Betz-Schule. Damals allerdings noch in der humoristischen Variante von „Mozarts kleiner Lachmusik“.

Die Titelmelodie der Pippi-Langstrumpf-Filme ließ der Moderator erraten — nach vier Tönen des Klarinetten-Duos Cindy Eich und Alicia Haselmann kam die richtige Antwort aus dem Schülerpublikum.

Lehrer Armin Schidlo kündigt den virtuosen Jungpianisten Sebastian Trautschold an.

Lehrer Armin Schidlo kündigt den virtuosen Jungpianisten Sebastian Trautschold an. © Foto: André De Geare

Der Kontrast zur vierhändigen „Star Wars“-Einlage am Konzertflügel von Felix Panknin und Lean Ebus könnte kaum größer sein, bevor ein musikalischer Ausnahmeschüler die Bühne enterte: der angehende Abiturient Sebastian Trautschold mit seinen „Variationen“ von Mendelssohn.

„Ich könnte das nicht spielen“, gestand Musiklehrer Schidlo freimütig. Wie zur Ehrenrettung wurde er aber später von seiner eigenen Schulleiterin Ulrike Severa gelobt: „Bei dem geht es immer so lustig im Musikunterricht zu.“

Mit originellen, fast comedy-haften Tuba-Einlagen verblüffte Johannes Munzert aus der Q 12.

Durch „Bruder Jakob“ und „Es dröhnen/tönen die Lieder“ sang sich der Unterstufenchor aus Fünftklässlern in die Herzen und Ohren der Zuhörer. Bevor das 40-köpfige Blasorchester unter der Leitung von Klaus Rauchensteiner mit John Miles Welthit „Music“ den Höhepunkt markierte. Unterstützt von einem vierköpfigen Tanz-Quartett, das der Dirigient beim Bühnenabgang à la „Give me five“ abklatschte.

Bleibt nachzutragen, dass die „Camerata“ schon für das nächste Großereignis probt: ein Konzert am Sonntag, 1. Mai, im Münchner Gasteig mit dem dortigen Philharmonischen Orchester.

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