Mittwoch, 23.10.2019

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Parken rund um Neumarkter Münster ist bald vorbei

Anwohner fordert mehr Parkplätze im Sterngassen-Quartier, Stadtbaumeister stellt Anfang 2020 neue Pläne vor. - 12.10.2019 11:46 Uhr

Wo die alte Feuerwache steht, könnte, so der Vorschlag eines Anwohners, ein Gebäude mit Tiefgarage und Parkdeck entstehen. Stadtbaumeister Matthias Seemann will die Pläne für das Areal, ein Planungsbüro hat mehrere Varianten ausgetüftelt, Anfang 2020 im Bausenat vorstellen. © Foto: André De Geare


Ihn befremdet diese Duldung der parkenden Autos. In der Pflicht sieht er zunächst die Stadt Neumarkt, die nicht genügend Parkplätze bereitstelle: Kirchenbesucher am Sonntag, aber auch bei Beerdigungen an Werktagen und viele Mitarbeiter und Besucher des Bürgerhauses, der Bräugassenschule, des Rathauses und die Gewerbetreibenden und Anwohner wollen dort ihr Auto abstellen. Eine Tiefgarage oder Parkdecks fordert Dörfler, etwa dort, wo die alte Feuerwache steht und am "Sessler-Grundstück".

Stadtbaumeister Matthias Seemann sagt, in einem alten, dicht besiedelten Areal sei Platz rar, dazu gibt es derzeit drei Baustellen. Allgemein biete aber die Innenstadt mit den Parkhäusern Rosengasse und Residenzplatz einige Möglichkeiten. Heuer im März habe der Bausenat sich mit dem Sterngassen-Quartier rund um die alte Feuerwache befasst. Dazu wurde ein Planungsbüro beauftragt, mehrere Varianten vorzulegen, sagt Seemann, mit und ohne Erhalt des Feuerwache-Gebäudes, mit verschiedenen Ideen. Unter anderem sollen dort Büroräume für die Stadtverwaltung entstehen. Anfang 2020, wenn er die fertigen Varianten vorliegen hat, geht das Thema nochmal in den Bausenat. Bis dahin seien "konstruktive Vorschläge willkommen".

Winner: Ab Januar ist Schluss

Das Areal ums Münster gehört der Kirche, erläutert Münsterpfarrer Norbert Winner. Die Stadt habe den Bereich zwar "in Obhut genommen, es gilt als Fußgängerzone und wird geräumt", aber wenn dort jemand parkt, gab es keinen Strafzettel. Winner hat bisher an Ehrenamtliche der Gemeinde und des Bürgerhauses, an Trauernde und Gehbehinderte eine (meist befristete) Park-Berechtigung nahe der Kirche erteilt. Das sei inzwischen ausgeufert, auch viele andere stellen ihren Pkw dort ab, sagt Winner.

"Der Vorplatz ist eigentlich dazu da, dass sich dort nach dem Gottesdienst die Leute zum Plaudern zusammenfinden können", sagt er. Das sei im Moment oft nicht möglich. Daher habe die Kirchenverwaltung beschlossen, das Parken ab Januar an der Kirche nicht mehr zu erlauben.

MAGDALENA KAYSER

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