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Passionsspiele waren "wunderschönes Erlebnis"

Große Abschlussfeier in der Kleinen Jurahalle mit Gottesdienst - 29.04.2019 06:00 Uhr

Eine Dankesmesse zum Abschluss des Passionsspiele zelebrierte Domkapitular Norbert Winner und Pfarrer i.R. Clemens Bombeck mit den Schauspielern und Helfern.


Mit stehenden Ovationen wurden Regisseur Michael Ritz, die beiden Organisationsleiter Franz Ebenhöch und Franz Düring, Jesus-Darsteller Thomas Fries sowie Chorleiter Peter Bruckschlögl umjubelt.

Regissuer MIchael Ritz (2.v.li.) erhielt ein Bild und einen Passionsspielband, hier mit den Organisatoren, Helfern und Jesus-Darsteller Thomas Fries (re.).


Die Dankmesse zelebrierten Domkapitular Norbert Winner als geistlicher Leiter der Spiele und Pfarrer i. R. Clemens Bombeck, der den Passionsspielchor verstärkte. "Fast 20 000 Besucher habt Ihr zum Weinen gebracht", würdigte Winner das Gemeinschaftswerk, zu dem jeder an seinem Platz und mit seinen Fähigkeiten beigetragen habe. Die Fürbitten trugen Mitglieder der Passionsspielgemeinde vor. Mit einem kraftvoll gesungenen "Großer Gott, wir loben Dich" dankten alle für den unfallfreien Verlauf und den Beistand von oben. Die Werkstattmuse, die die Eucharistiefeier umrahmte, begleitete auch den gesamten Abend.

Organisationsleiter Franz Ebenhöch lobte in seiner Begrüßung die Stadt Neumarkt für die kostenlose Überlassung der Jurahalle, die vielen Hilfsorganisationen und die Sponsoren. Bürgermeister Albert Löhner, der in Vertretung von Oberbürgermeister Thomas Thumann kam, gab den Dank postwendend zurück für das Großereignis. "Leidenschaft und Zusammenhalt wirkten charismatisch und strahlten auf das Publikum aus", betonte Löhner. Kleines Geschenk der Stadt: Alle Mitwirkenden durften sich in das Goldene Buch eintragen.

"Ich bin total stolz auf euch"

Zu Regisseur Michael Ritz, der immer von Sulzbach-Rosenberg hin und her pendelte, sagte Ebenhöch: "Du hast einen Fanclub in Neumarkt, und die Arbeit mit dir war ein besonderes Erlebnis." Ritz war seinerseits voll des Lobes für jegliche Unterstützung. "Ich bin total stolz auf Euch", würdigte Ritz seine Mannschaft. "Ihr habt an den Rollen geschraubt und seid nicht in Routine versumpft", beobachtete der einzige Profi unter den Laien. "Jerusalem lag für ein halbes Jahr in der Oberpfalz, in Neumarkt. Unser Motto lautete: Bringt die Menschen zum Weinen. Das konnte Theater schaffen. Geht jetzt in die Welt und bringt die Menschen zum Lachen", appellierte Ritz an die Spieler.

Als Geschenk bekam Ritz das erste Exemplar eines großen Bildbandes zu den Spielen, ein gerahmtes Foto mit Spielern und, in ein Kissen eingenäht, als Souvenir die abgeschnittenen Bärte. Die Frauen des Chores hatten sich in den Pausen der Aufführungen die Zeit genommen und strickten für Ritz einen Schal. "Jetzt habe ich euch immer dabei", scherzte Ritz.

Ständchen und Gereimtes

"Ihr alle habt mich getragen", meinte Jesus-Darsteller Thomas Fries anerkennend. Für Chorleiter Peter Bruckschlögl hatten die Sänger ein besonderes Ständchen parat. Beim Dank wurde auch Domkapitular Norbert Winner nicht übersehen. In Reimform schloss Organisationsleiter Franz Düring den offiziellen Teil ab. "Die Passion und ihr Ergebnis waren ein wunderschönes Erlebnis", lautete sein Fazit.

Danach wurde es lustig. Etliche Passionsspieler kamen in ihren Kostümen noch einmal auf die Bühne, nahmen sich selber und den Regisseur aufs Korn und sorgten für viele Lacher. Die Apostel und die Tänzerinnen rockten die Bühne.

Pilatus-Darsteller Stefan Simon warf sich ein weißblaues Kostüm über und imitierte Ex-CSU-Chef und Ministerpräsident Franz Josef Strauß, der vom Himmel aus auf Wolke 7 die Neumarkter Passionsspiele beobachtet und natürlich überrascht ist, dass der Neumarkter Christus keine drei Tage für die Auferstehung braucht, sondern "schon zehn Minuten danach vor der Tür steht – rauchend, einfach genial", witzelte Simon.

Ebenhöch blickte voraus: Das erste Nachtreffen der Passionsspielgemeinde ist am 28. März 2020 um 19 Uhr im Johanneszentrum. Zuvor wird der finanzielle Überschuss der Spiele für wohltätige Zwecke verteilt. Die Mitwirkenden können Vorschläge dazu einreichen. Die Laiendarsteller wirkten für Gottes Lohn mit. 

FRANZ XAVER MEYER

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