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Mittwoch, 11.12.2019

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Pilsach: Brücke über A3 wird ab 2023 ersetzt

Ortstermin: Hoffnung auf Lärmschutzwall am aufgelassenen Parkplatz - 04.11.2019 09:52 Uhr

MdB Alois Karl macht sich für die Pilsacher stark, die unter dem Lärm der Autobahn leiden. Er ist zuversichtlich, dass mit dem Ersatzbau für eine Verbesserung gesorgt werden kann.


Dabei vertraut er auf die Unterstützung Reinhard Pirners, des Präsidenten der Autobahndirektion Nordbayern. Zu einem Ortstermin an dem aufgelassenen Parkplatz kurz vor der Pilsachtalbrücke in Fahrtrichtung Nürnberg kamen auch CSU-Ortsvorsitzender Andreas Truber, die CSU-Gemeinderäte Thomas Mikulasch und Peter Hollweck sowie mehrere Pilsacher Handwerker, die Karsten Kölbl zu ihrem Sprecher gemacht hatten.

Mehr Verkehr

Man war sich einig, dass der Lärm der Fahrzeuge, der weit ins Tal hinein donnert, die Grenze des Zumutbaren überschritten hat. Und von künftig noch höheren Verkehrsbelastungen müsse man ausgehen.

Dem wird, so Tobias Bäumler, der Leiter der Dienststelle Fürth der Autobahndirektion, die Brücke nicht mehr gewachsen sein. Das Bauwerk sehe zwar auf den ersten Blick solide aus. "Aber", so Bäumler, der Planung und Bauleitung für den Ersatzbau übernehmen wird, "da wurde nur oberflächlich drüber gepinselt. Die Statik ist den Anforderungen der Zukunft nicht mehr gewachsen".

Mit der Planung des Ersatzbaus wird nächstes Jahr begonnen, der Baubeginn wird voraussichtlich 2023 sein. Es wird vermutlich eine Stahlverbundbrücke.

Die Vorgehensweise wird folgendermaßen aussehen: Zunächst wird östlich der bestehenden Brücke auf provisorischen Pfeilern eine neue Fahrbahn gelegt, auf der der Verkehr läuft, solange bis die alte Brücke abgerissen wird. Dann wird die westliche Fahrbahn über das Tal gelegt und anschließend der pilsachseitige Neubau quer heran geschoben.

Suche nach innovativen Ideen

In der Bauphase werde es, so Bäumler, keine wesentlichen Beeinträchtigungen für die Pilsacher geben. Alle Vermutungen, die durch den Ort schwirren, wie etwa Unbespielbarkeit des Geländes des Sportvereins, könnten die Bürger getrost in die Schublade "wildes Gerücht" stecken. Da es sich laut Definition um einen Ersatz und nicht um einen Neubau handelt, seien, so Pirner, offizielle Lärmschutzmaßnahmen schwer durchzusetzen. Er verstehe die Probleme der Bürger mit diesen juristischen Feinheiten. "An die er sich halten muss", sprang im Alois Karl bei.

Aber sicher sei es möglich, den jetzigen Lärmschutz zu verbessern, ohne das Bauwerk zu sehr dem Winddruck auszusetzen. Alois Karl regte an, nach Pilotprojekten und innovativen Ideen Ausschau zu halten. Ihm und den Pilsachern könne das aufgeklebte Etikett egal sein, wenn es nur helfe, den Lärm zu mindern, gab sich Alois Karl pragmatisch.

An Ort und Stelle wurde eine ganz konkrete Maßnahme ins Auge gefasst. Auf dem aufgelassenen Parkplatz soll ein hoher und dichter Erdwall aufgeschüttet werden, der Pilsach vom Lärm der Motoren am Anstieg zum Rödelberg sehr wirksam abschirmen dürfte.

nn

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