Mittwoch, 20.01.2021

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Pilsach würdigt Johannes Berschneiders Einsatz für Architektur und Baukultur

Der Architekt ist mit der Bürgermedaille in Silber ausgezeichnet worden. - 19.12.2020 12:41 Uhr

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Berschneiders Monographie in München präsentiert

Das Architekten-Paar Gudrun und Johannes Berschneider hat in München die Monographie Berschneider + Berschneider präsentiert, dazu eine pfiffige Werke aus der Pilsacher Architektur-Schmiede.


Der gebürtige Pilsacher erhielt diese Auszeichnung als Dank für seinen herausragenden Verdienst um die Baukultur in seiner Heimat im Rahmen einer sehr kleinen Feierstunde im neuen Gemeindesaal der Grundschule Pilsach.

Wie Bürgermeister Andreas Truber betonte, erhalten die Bürgermedaille laut Satzung der Gemeinde "Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise in den Bereichen der Politik, der Kultur, der Wirtschaft oder des geistigen und sozialen Lebens durch vorbildlichen Einsatz verdient gemacht haben".

Architektonische Entwicklung

Johannes Berschneider, hier mit seiner Frau Gudrun, ist in Pilsach die Bürgermedaille in Silber verliehen worden.

18.12.2020 © Foto: Maria Krauß


Berschneider präge mit seinem Wirken seit über 35 Jahren maßgeblich die architektonische Entwicklung in der Oberfalz. Seit rund 20 Jahren führt er gemeinsam mit seiner Frau Gudrun das Büro Berschneider + Berschneider, das trotz enormen Wachstums auch heute noch seinen Hauptsitz in Pilsach hat. Dort arbeiten rund 30 Mitarbeiter, im seit 2019 bestehenden Altstadtbüro in der Kastengasse in Neumarkt weitere 15.

Ein Großteil der mehr als 1000 Entwürfe von Berschneider + Berschneider wurde in Neumarkt und Umgebung umgesetzt. Ganz bewusst beschränkt sich das Büro in der Regel auf Bauvorhaben im Umkreis von einer Stunde Fahrzeit und setzt die Entwürfe am liebsten gemeinsam mit dem engen Netzwerk von regionalen Handwerksbetrieben um. Im Laufe von drei Jahrzehnten habe Johannes Berschneider mit seinem Team so einen nicht unerheblichen Beitrag dazu geleistet, dass die Oberpfalz unter den ländlich geprägten Regionen Deutschlands inzwischen die höchste baukulturelle Dichte besitze. Neumarkt selbst sei geradezu durchwoben von , in der Region habe sich eine bemerkenswert dynamische Architekturszene entwickelt.

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Fast wie beim Oscar: Die Berschneiders stellen ihr neues Buch vor

Der Rahmen war festlich: Im Maybach-Museum haben Gudrun und Johannes Berschneider ihre Monographie vorgestellt, in der sie ihre wichtigsten Werke bündelten.


In der Bewerbung der Stadt Nürnberg um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 sei Neumarkt folgerichtig als "Kulturhauptstadt der Architektur" mit ins Rennen gegangen, die ‚Aktuelle Architektur‘ war als Alleinstellungsmerkmal von Stadt und Landkreis benannt worden. Dieses regionale Kulturprofil sei auch ein Verdienst von Johannes Berschneider, der nicht nur viele bauliche Marken selbst gesetzt hat, sondern auch junge Kollegen inspiriert und die Bevölkerung für Baukultur begeistert habe.

Viele Initiativen

Christine Degenhart, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer würdigte das unermüdliche Engagement einmal mit den Worten: "Johannes Berschneider ist der umtriebigste Architekt in der Oberpfalz, wenn nicht ganz Bayerns." Die Architekturvermittlung sei, neben dem eigentlichen Beruf und der Malerei, Berschneider eine Herzensangelegenheit. Unzählige Baukulturinitiativen habe er ins Leben gerufen, von "Baustelle betreten" bis zur überregional bekannten Vortragsreihe "Architektur + Baukultur" mit mehr als 100 Vorträgen internationaler Architektur-Ikonen seit 2001.

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drüber und drunter: Johannes Berschneider stellt aus

Wenn Johannes Berschneider seine Kunstwerke ausstellt, kommt halb Neumarkt zur Vernissage im Reitstadel.


Für das nimmermüde Bemühen um qualitätvolle Architektur in der Region und den ehrenamtlichen Einsatz bedankte sich Bürgermeister Truber: "Wenn nicht an Herrn Berschneider, an wen dann? Herr Berschneider hat mit einem riesigen Engagement und herausragendem Einsatz die Baukultur in unserer Heimat geprägt. Und dabei nie seinen Heimatort Pilsach vergessen. Seine Inspirationen und seinen Heimatort zusammenzubringen war für ihn immer eine Herzensangelegenheit. Dafür gilt ihm der Dank der gesamten Gemeinde von ganzem Herzen. Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Projekte."

Nach der offiziellen Verleihung der Silbernen Bürgermedaille trug sich Johannes Berschneider in das Goldene Buch der Gemeinde ein. Coronabedingt konnte die besondere Ehrung nicht im großen Kreis gefeiert werden, doch wurde die Ehrung extra in der Gemeindekanzlei abgehalten, deren Sanierung das Büro Berschneider in diesem Jahr beendet hat.

MARIA KRAUSS

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