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Donnerstag, 22.10.2020

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Plätzchen und Stollen gibts in Berching auf Bestellung

"Weihnachtsmarkt daheim" mit der Bolivienhilfe Berching: Spenden sind "wichtiger denn je". - 17.10.2020 13:12 Uhr

Landrat Willibald Gailler ließ sich letztes Jahr mit Christkind, Engel, und Bürgermeister in der Kutsche zur Bühne in der Innenstadt fahren. Coronabedingt wird der Berchinger Weihnachtsmarkt heuer voraussichtlich entfallen. Die Bolivienhilfe ruft deshalb zu Spenden auf.

© Foto: Anton Karg


Die Bolivienhilfe weiß, dass "auf unsere Plätzchen und Stollen zur weihnachtlichen Zeit nicht verzichtet werden kann", schreiben sie: Wer nicht selbst backen kann oder will, soll trotzdem in den süßen Genuss kommen, wenn er sich an die Bolivienhilfe wendet. Bestellungen werden bis einschließlich 22. November entgegengenommen unter = (0 84 62) 94 23 73 oder info@bolivienhilfe.com.

Ein Plätzchenteller (220 Gramm) kostet fünf Euro, ein halber Stollen neun Euro, ein Lebkuchenteller (rund 250 Gramm) fünf Euro, ein Weckglas gefüllt mit 350 Gramm Plätzchen elf Euro. Ein Geschenkkorb befüllt mit einem Plätzchenteller, einem halben Stollen, einer Flasche fair gehandeltem Glühwein und einem Glas Glühweinmarmelade kostet 25 Euro. Alle Angebote, auch Marmelade und gestrickte Socken, sind nach Vereinbarung abzuholen, etwa im Weltladen Berching oder bei Sandra Neumeyer in Rudertshofen. Auch der Bolivienhilfe-Kalender 2021 ist zum Preis von acht Euro im Weltladen Berching erhältlich. Der Kalender wird auf Wunsch auch zugesandt. Porto: zwei Euro.

Versammlung am 8. November

Erhältlich ist er außerdem bei der Jahresversammlung des Bolivienhilfevereins am Sonntag, 8. November, um 14 Uhr im Jugendheim Rudertshofen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Informationen zur Situation in Bolivien und den Projekten in Zeiten von Corona von Hans Pollinger und Hannelore Pellhammer.

Die Menschen wurden über viele Wochen unter Quarantäne gestellt. Auch die Schulen waren viele Monate geschlossen. Da ein großer Teil der Menschen im Land als Tagelöhner arbeitet, hieß das zu Hause bleiben und hungern oder zur Arbeit gehen mit der Gefahr an Corona zu erkranken. Die Todeszahlen je 100 000 Einwohner sind die vierthöchsten weltweit.

Das Milchprojekt der Voluntarias Alemanas musste im April sein Büro schließen. Seit Juni erhalten die wenigen Frauen, die ins Krankenhaus kommen, von einem Arzt das Milchpulver. Die Schwestern (Adoratrices) haben in ihren Frauenhäusern alle Kurse abgesagt. Sie versuchen, per WhatsApp und Skype mit den Frauen in Kontakt zu bleiben. Die Schule Kusikuna musste schließen. Auch bei Wiphala war die Tagesanlaufstelle zu, mit Lebensmittelspenden helfen sie den kinderreichen Familien.

Andrang auf TBC-Station

Die TBC-Station in Montero ist derzeit mit elf Personen belegt. Zwei Patienten sind Frauen. Um Abstände einzuhalten, können keine weiteren Patienten aufgenommen werden. Die TBC-Fälle werden aufgrund der schlechteren Lebensmittelversorgung immer schwerer.

Zudem möchten Covid-19-Patienten in die Station. Dr. Gonzales muss dies aber ablehnen, da Corona-Infektionen für die anderen Patienten tödlich wären. Insgesamt ist die Situation in Bolivien sehr angespannt. Spenden seien notwendiger denn je, so die Zusammenfassung.

ANTON KARG

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