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Sonntag, 07.06.2020

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Pyrbaum bleibt ein Nadelöhr

Kreisstraße NM 6 - eine Baustelle: Ortskern von Osten nur über Seligenporten erreichbar - 20.05.2020 06:00 Uhr

In Pyrbaum werden Kanäle und Wasserleitungen neu verlegt. Hinzu kommen noch Leerrohre für eine zukunftsfähige Breitbandversorgung. Pyrbaums Bürgermeister Michael Langner (rechts im Bild) sieht das als kluge Investition, auch im Hinblick auf potentielles Bauland am östlichen Ortseingang (links im Bild). © Foto: Roland Fengler


Pyrbaum verwandelte sich in ein Nadelöhr. Vor allem die Anwohner stöhnten, als dann auch noch das 130 Meter lange Teilstück der NM42 (Einfahrt Nahkauf in der Unterferriedener Straße) aufgerissen wurde. Seit kurzem ist dort wieder Ruhe eingekehrt.

Doch die Straßenbaumaßnahmen sind noch lange nicht abgeschlossen, wie Johann Schmauser, der Leiter des Tiefbauamtes, und Pyrbaums Bürgermeister Michael Langner nun bei einem Vor-Ort-Termin erklärten. Derzeit wird die Neumarkter Straße östlich auf einer Länge von 400 Metern erneuert. Im Juli soll der Asphalt wieder befahrbar sein.

Im Anschluss werden die Arbeiten im Bereich der Allersberger Straße auf einer Länge von ebenfalls 400 Metern beginnen; die Gesamtfertigstellung der Straßenbaumaßnahme ist für Ende 2020 vorgesehen.

Johann Schmauser sieht den Zeitplan durch die Corona-Krise jedenfalls nicht in Gefahr: "Die Zulieferer sind drauf eingestellt, alles läuft nach Plan."

Die Kreisstraße NM 6 bezeichnet Landrat Willibald Gailler bei dem Baustellentermin als "wichtige Verbindung zwischen den Landkreisen Neumarkt und Roth". Mehr als 4000 Fahrzeuge befahren sie täglich, durch ihren Ausbau erhofft er sich auch eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. Durch das Errichten von zwei Querungshilfen sollen auch Fußgänger profitieren. Teilweise werden die Gehwege entlang der Ortsdurchfahrt erneuert und vergrößert. An manchen Stellen ist dies aber nur möglich, wenn künftig nur noch auf einer Straßenseite ein (breiter) Gehsteig existiert.

In Summe wird das Projekt rund 4,5 Millionen Euro kosten. Die Rechnungen für Arbeiten für Wasserleitungen, Kanäle, Kabelbau und Gehwege zahlt der Markt Pyrbaum (rund 3,3 Millionen Euro). Der Landkreis übernimmt die Kosten für den Straßenbau (1,18 Millionen Euro), wovon 51 Prozent vom Freistaat gefördert werden.

Wer derzeit von Postbauer-Heng kommt und in die Ortsmitte von Pyrbaum möchte, der landet erst an einem Schrankenzaun, wird dann auf den verbreiterten Gehweg umgeleitet, ehe spätestens "Am Alten Bahnhof" Schluss ist. Die Umleitung erfolgt über Dennenlohe und Rengersricht.

PHILIP HAUCK

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