Mittwoch, 20.01.2021

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Raubüberfall in der Einöde bei Breitenbrunn

Fünf Täter erbeuteten in der Einöde Wenigkemnathen einen vierstelligen Betrag - 04.12.2020 10:11 Uhr

Hier haben die Räuber auf dem Einödhof zugeschlagen.

04.12.2020 © Werner Sturm


Auf einer Jura-Hochfläche zirka 2,5 Kilometer nördlich von Breitenbrunn, in der Nähe vom Waldgebiet Langenrieder Holz, liegt die Einöde Wenigkemnathen. Dort wurde ein 70-jähriger Mann in seinem Haus von vermutlich fünf Männern überfallen, mit einem Messer bedroht und um einen Betrag im mittleren vierstelligen Bereich gebracht. Die Männer sind nach Angaben der Polizei weiterhin flüchtig sind.

Wenigkemnathen ist erreichbar über die Gemeindeverbindungsstraße von Langenried nach Rasch, über die Straße, die das Dorf Kemnathen mit dem Weiler Matzlsberg befindet und von der Staatsstraße 2234 her. Gerade einmal 300 Meter Luftlinie vom Tatort entfernt, in Matzlsberg, wohnt der Breitenbrunner Vize-Bürgermeister Stefan Schmid (FW) mit Ehefrau und Kindern. Er bewirtschaftet dort zusammen mit seiner Familie einen Milchviehbetrieb.

Schmid zeigte sich in einem Gespräch mit unserer Zeitung schockiert. "Wir haben die Nacht nach dem Überfall nicht ruhig geschlafen, man weiß ja nicht, ob die Täter noch in der Nähe sind." Schmid geht davon aus, dass der Einödhof wegen seiner kompletten Alleinlage von den Tätern ganz bewusst als Tatort ausgewählt wurde.

Der sicherste Landkreis

Den umfangreichen Polizeieinsatz mit Hubschrauber hat er aus der Ferne mitbekommen. Ansonsten ist ihm am Tag des Überfalls nichts Großartiges aufgefallen. "Durch Matzlsberg fahren jeden Tag viele Autos, da schaut man gar nicht mehr so genau hin."

Bürgermeister Johann Lanzhammer (FW) mochte es kaum glauben, dass so ein Überfall in seiner Gemeinde stattgefunden hat. "Das ist schrecklich, dass so etwas bei uns passiert, im, wie es immer heißt, sichersten Landkreis in der Republik."

Spur nach Holnstein?

Ob die Täter von hier sein könnten oder ob sie Wenigkemnathen vorher ausgespäht haben, darüber wollte der Rathauschef nicht spekulieren. Dafür brachte er die Frage ins Spiel, ob das Geschehen nicht in einem Zusammenhang mit dem Einbruch am Mittwochabend in eine Bankfiliale in der Regens-Wagner-Straße in Holnstein stehen könnte. Auch hier waren mehrere unbekannte Täter zugange.

nas

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