Raumnot in der Caritas-Sozialstation in Neumarkt

30.6.2018, 12:21 Uhr
Der neue Vorstand der Caritas-Sozialstation Neumarkt und diejenigen Mitglieder, die bei der jüngsten Versammlung verabschiedet wurden.

Der neue Vorstand der Caritas-Sozialstation Neumarkt und diejenigen Mitglieder, die bei der jüngsten Versammlung verabschiedet wurden. © Foto: Christoph Bogner

Die geladenen Vertreter der Krankenpflegevereine sowie der Kirchenstiftungen hatten sich in der Friedenstraße zur Mitgliederversammlung eingefunden.

Der Vorsitzende Wendelin Kiefer ging nach der Begrüßung und den Regularien auf einige besondere Entwicklungen im Verlauf des Jahres 2017 ein. Im Besonderen beklagte er die Raumnot der Sozialstation, da diese stetig wachse, aber sich keine neue "Quartierslösung" im vergangenen Jahr ergeben habe. Man bleibe aber weiter am "Thema" dran.

Personal wird knapper

Er bedankte sich bei den Mitarbeitern und dem Führungsteam für die geleisteten Dienste und lobte die gute Zusammenarbeit trotz des sich abzeichnenden Personalmangels.

Die ambulante Pflege der Caritas sei nach wie vor ein sehr wichtiger Werbeträger der Kirche, denn hier sehe man die Pflegekraft, wie sie hilfsbereit bei "Eis und Kälte" die Menschen zu Hause in allen Ortsteilen unterstütze.

Im Anschluss ließ der Geschäftsführer Josef Bogner bei der SItzung die wichtigsten Ereignisse des zurückliegenden Jahres noch einmal Revue passieren. So war die Einführung des Pflegestärkungsgesetzes II und III die größte Änderung für den ambulanten Bereich seit Einführung der Pflegeversicherung im Jahre 1995, die vor allem mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff neue Pflegegrade und höhere Sachleistungen für die Patienten brachte.

Eine große Informationsoffensive der Sozialstation zum Thema "Demenz" war ein erfolgreiches Projekt. Dies wurde mit dem öffentlichen Vortrag im vollbesetzten großen Saal des Landratsamtes am 21. September, dem Welt-Alzheimertag, beendet. Vorher wurden Mitarbeiter und Ehrenamtliche zu diesen Themen geschult und auch für die Öffentlichkeit wurden kostenlose Schulungen durchgeführt. Ziel war es, mehr Verständnis für das Krankheitsbild zu erreichen.

Bogner verwies schließlich noch darauf, dass trotz des ständig steigenden Mangels an Fachpersonal die Sozialstation vergleichsweise noch viele Mitarbeiter gewinnen konnte.

Hilfe für rund 2000 Patienten

Im Sachbericht sprach Pflegedienstleiterin Erna Port von 190 Mitarbeitern der Sozialstation und 85 ehrenamtliche Mitarbeitern, die rund 2000 Patienten im Landkreis und darüber hinaus pflegen, betreuen und beraten. Dabei wurden fast 42 000 Portionen Essen auf Rädern verteilt, und mit den 63 Dienstfahrzeugen mehr als 1 143 418 Kilometer im Jahr 2017 zurückgelegt.

Im Anschluss wählten die Besucher der Jahresversammlung ihren Vorstand. Neue Gesichter im Gremium sind unter anderem Lauterhofens Bürgermeister Ludwig Lang als zweiter Vorsitzender und Dietfurts Bürgermeisterin Carolin Braun als Beisitzerin.

Der erste Vorsitzende bleibt Wendelin Kiefer. Beisitzer sind neben Braun Erich Gruber, Pfarrer Markus Fiedler, Dekanatsreferent Christian Schrödl, Hildegard Richter, Centa Reindl und Matthias Meyer.

Nicht mehr zur Wahl stellten sich Berta Grabmann, die zwölf Jahre dabei war, und Bernhard Schinner, der 25 Jahre als Caritasverbands-Vertreter im Gremium fungierte, sowie Landrat Willibald Gailler, der acht Jahre lang als zweiter Vorstand die Sozialstation vertrat.

Gute Wünsche zum Abschied

Der alte und neue erste Vorsitzende, Wendelin Kiefer dankte den Ausscheidenden für das große Engagement und überreichte Abschiedsgeschenke mit guten Wünschen.

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