S-Bahn bis nach Parsberg rückt in greifbare Nähe

7.9.2013, 13:00 Uhr
Der S-Bahnsteig in Nürnberg.

Der S-Bahnsteig in Nürnberg. © Stefan Hippel

Um die dafür notwendigen weiteren Schritte zu besprechen, hatte Landrat Albert Löhner zusammen mit dem Abteilungsleiter Kreisentwicklung, Michael Gottschalk, VGN-Geschäftsführer Andreas Mäder und VGN-Planungsabteilungsleiter Dirk Domhardt zu einem Gespräch ins Landratsamt eingeladen.

Bereits 2003/2004 war im Rahmen einer betrieblichen Machbarkeitsstudie von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft auch eine S-Bahn-Variante mit der Verlängerung bis Parsberg untersucht worden.

Grundlage für den 2007 geschlossenen S-Bahn-Bau- und Finanzierungsvertrag war eine gesamtwirtschaftliche Untersuchung, die seinerzeit nur einen äußerst knappen Nutzen-Kosten-Faktor erzielte, der keinen Ansatz für weitere Überlegungen bot.

Neuere Bewertungen aus dem Jahr 2009 sehen nun ein deutlich besseres Wirtschaftlichkeitsergebnis, das – unter bestimmten Voraussetzungen – Spielraum für weitere Investitionen bis Parsberg bieten könnte. Deshalb hat der Landkreis bereits in mehreren Gesprächen die S-Bahn-Verlängerung bis Parsberg, zuletzt auch bei der aktuellen Nahverkehrsplanung, als wichtiges Projekt bei den zuständigen Stellen auf die Agenda gebracht.

In den Kreistag

Nun will Landrat Albert Löhner in der nächsten Kreistagssitzung dieses Thema auf die Tagesordnung setzen und geht dabei von einem klarem Votum für einen entsprechenden förmlichen Antrag über die Zweckverbandsversammlung des VGN an den Freistaat Bayern aus.

Parallel will man bis dahin über die örtlichen Abgeordneten und die Regierung Fördermöglichkeiten für notwendige Investitionen in die Infrastruktur ausloten und politisch den Weg bereiten.

„Wir werden alles versuchen, dass diese wichtige Strukturverbesserungsmaßnahme für den Landkreis und die Gemeinden an der Bahnlinie bis Parsberg eine Chance zur Realisierung bekommt.

Damit würde auch ein weiterer Halt in Neumarkt Ost für die FOS/BOS, die Berufsschule und die dortigen wichtigen Betriebe wieder in greifbare Nähe rücken“, betonten der Landkreischef und die VGN-Vertreter abschließend.
 

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