Sanierung der Berchinger „Post“ ist kraftvoller Impuls

11.12.2016, 12:28 Uhr
Architekt Michael Kühnlein (re.) erläuterte anhand eines Modells das Investitionsprogramm für das Berchinger Posthotel. Mit dabei das Ehepaar Amrhein, Albert Füracker, Willibald Gailler und Ludwig Eisenreich.

Architekt Michael Kühnlein (re.) erläuterte anhand eines Modells das Investitionsprogramm für das Berchinger Posthotel. Mit dabei das Ehepaar Amrhein, Albert Füracker, Willibald Gailler und Ludwig Eisenreich. © Foto: Anton Karg

Am gestrigen Freitagbaten die neuen Besitzer Denise und Christian Amrhein aus Beilngries zu einer kurzen Pressekonferenz, bei der auch Staatssekretär Albert Füracker, Landrat Willibald Gailler, Bürgermeister Ludwig Eisenreich, Architekt Michael Kühnlein und die Witwe des Initiators Karl-Heinz Frenzel, Elke Frenzel dabei waren. Der verstorbene Stadtrat und Vorsitzende der Berchinger Altstadtfreunde habe den Kontakt zum Beilngrieser Hotelier-Ehepaar hergestellt, hieß es.

Heimat- und Finanzstaatssekretär Albert Füracker, der das Vorhaben intensiv begleitet und unterstützt hat, drückte seine Genugtuung so aus: „Mit dem vorliegenden Sanierungs- und Finanzierungskonzept ist es uns gemeinsam gelungen, einen kraftvollen Impuls für die Stadt Berching – aber auch für die gesamte Region – zu setzen." Berching und vor allem auch die Familie Amrhein sei mit der Investition städtebaulich in eine neue Dimension eingetreten, meinte Landrat Willibald Gailler.

Und Bürgermeister Ludwig Eisenreich sagte: „Die neuen Eigentümer haben große Pläne.“ Er freute sich, dass mit der Investition des Beilngrieser Ehepaars Amrhein die Wertschöpfung in der Region bleibt.

Christian Amrhein sagte, dass baldmöglichst mit der Sanierung und dem Umbau des Gebäudes in ein attraktives Vier-Sterne-Hotel mit 30 Zimmern, den notwendigen Restaurants der Luxusklasse und den diversen Konferenzräumen begonnen werde. Zunächst müssen die Pläne von den Behörden genehmigt werden. Im Frühjahr könne mit dem Abriss des nicht historischen Hotelkomplexes entlang der Sulz und des ebenfalls nicht historischen Teils des Vier-Eck-Hofes begonnen werden.

Rund zwei Jahre Arbeit

Nach Auskunft des Berchinger Architekten Michael Kühnlein dauert die Sanierung des historischen Teils des Gebäudekomplexes mit Abriss der Bauten aus den 1980er Jahren gut zwei Jahre, so dass mit der Fertigstellung im Jahr 2019 gerechnet werden kann. Die Kosten einschließlich der der modern gestalteten Kulturhalle der Stadt Berching belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro. Aus Städtebaumitteln sind bereits drei Millionen Euro und vom Entschädigungsfonds 800 000 Euro an Zuwendungen zugesagt.

„Größter Wert wird dabei auf die Bewahrung der alten Bausubstanz gelegt“, sagte Kühnlein. Das historische Ambiente solle ein Markenzeichen des neuen Hotels werden. „Mit dem richtungweisenden Projekt wird ein jahrelanger städtebaulicher Missstand in der Berchinger Vorstadt nun bald der Vergangenheit angehören“, erklärte Ludwig Eisenreich. Wie er erläuterte, haben viele Akteure am Erfolg mitgewirkt. Eingefädelt wurden die Kontakte zur Familie Amrhein vom verstorbenen Stadtrat Karlheinz Frenzel. Die Leidenschaft der Amrheins für historische Baudenkmäler sei aber auch eine zentrale Triebfeder, die wieder Leben in den traditionsreichen Gasthof- und Hotelkomplex bringen möchte. „Die Kontakte zur Familie Amrhein sind von Beginn an äußerst konstruktiv und von großem gegenseitigem Vertrauen geprägt.

Mit Michael Kühnlein habe die Familie Amrhein einen ausgewiesenen Fachmann hinzugezogen. „Einer zeitnahen, qualitätsvollen und erfolgreichen Umsetzung des großen Entwicklungsprojekts „Hotel zur Post" stehe nichts mehr im Wege, so Bürgermeister Eisenreich.

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