Donnerstag, 21.01.2021

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Schädel in Oberpfälzer Wald gefunden: Mann war 2010 verschwunden

Knochen, Kleidung und ungewöhnliche Narben brachten Kripo auf die Spur - 01.09.2020 14:55 Uhr

Die Passantin hatte am 16. August die Polizei verständigt, nachdem sie am Waldboden im Bereich Bad Neualbenreuth einen menschlichen Schädelknochen gefunden hatte. Umgehend wurde die Kriminalpolizeiinspektion Weiden eingeschaltet, die die Ermittlungen vor Ort übernahm. Bei einer großflächigen Suche fanden die Beamten weitere Knochenteile und Kleidungsstücke. Die Örtlichkeit wurde weiträumig abgesperrt.

Reste von Absperrband der Polizei hängen im Sommer 2015 in einem Wald bei Kist. In dem Waldstück wurde der Entführte gefunden.

11.09.2018 © Karl-Josef Hildenbrand (dpa)


Für die Ermittler waren zunächst zwei Defekte in der Schädeldecke auffällig. Die Beurteilung eines Gerichtsmediziners ergab jedoch, dass es sich bei den Defekten um Narben einer vergangenen Operation handelte. Ein Bezug zu einem Vermisstenfall aus dem Jahr 2010 wurde im Rahmen der Ermittlungen geprüft.

Durch ein DNA-Gutachten hat sich dieser Verdacht nun bestätigt. Bei der Person handelt sich um einen seit 2010 vermissten Senior. Der damals 80-Jährige hielt sich im Rahmen einer Urlaubsreise in Neualbenreuth auf und verließ aus ungeklärter Ursache in den Morgenstunden des 8. Juli 2010 sein Hotel. Er war zu dieser Zeit demenzkrank und auf Medikamente angewiesen. Derzeit liegen der Kriminalpolizei keinerlei Hinweise vor, die auf ein Gewaltdelikt schließen lassen.


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