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Schlag gegen Kinderpornographie: Durchsuchung auch in Neumarkt

Kripo Regensburg durchsucht zwölf Adressen in der Oberpfalz - Jüngster Tatverdächtiger ist 14 Jahre - 15.04.2021 15:11 Uhr

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Screenshot einer Login-Seite der Kinderpornografie-Plattform «Elysium» ist am 07.07.2017 am Rande einer Pressekonferenz von Bundeskriminalamt (BKA) und Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt in Wiesbaden (Hessen) auf dem Monitor eines Computers zu sehen. (zu dpa-Vorausmeldung: «Kinderporno-Prozess gegen Pädophilen aus «Elysium»» vom 20.12.2017) Foto: Arne Dedert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

26.06.2020 © Arne Dedert/dpa


Durch die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg wurden am Donnerstagmorgen insgesamt 14 Durchsuchungsbeschlüsse an zwölf Adressen in den Landkreisen Cham und Regensburg sowie den Städten Neumarkt und Regensburg vollzogen.

Die Tatverdächtigen werden beschuldigt im Besitz von kinder- und jugendpornographischen Inhalten zu sein, die sie sich mehrheitlich über sogenannten „Peer-to-Peer-Netzwerke“ (P2P) besorgt oder über solche verbreitet haben sollen. Ansätze für die Ermittlungsverfahren, die in keinem Zusammenhang stehen, konnten teils durch Hinweise aus der internationalen Zusammenarbeit mit anderen Polizeibehörden gewonnen werden.

Vier Jugendliche unter den Verdächtigen

Unter den ausschließlich männlichen 14 Tatverdächtigen im Alter zwischen 14 und 52 Jahren befinden sich auch vier Jugendliche. Unter den Tatverdächtigen im Deliktsbereich Kinderpornographie seien generell zunehmend Jugendliche festzustellen, stellt das Polizeipräsidium Oberpfalz fest. Den Straftaten liege in diesen Fällen oftmals kein pädosexueller Hintergrund zugrunde, sondern ein fehlendes Bewusstsein hinsichtlich des kinderpornographischen Charakters der Datei und der damit verbundenen strafrechtlichen Relevanz.

Im Rahmen der Durchsuchungen wurden umfangreich Datenträger sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Alle Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Realer Missbrauch von Kindern

Die Ermittlungen wegen Besitzes bzw. Verbreitens kinder-/jugendpornographischer Inhalte werden durch die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg in enger Abstimmung mit dem bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelten Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornographie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) und den Staatsanwaltschaften Nürnberg-Fürth und Regensburg (Zweigstelle Straubing) geführt.

Die Regensburger Polizei setzt damit ein klares Zeichen gegen Kinderpornographie: "Hinter jeder kinder- oder jugendpornographischen Bild- oder Videodatei verbirgt sich der reale Missbrauch eines Kindes oder eines Jugendlichen. Durch die Verbreitung der Dateien wird der Missbrauch kontinuierlich fortgesetzt und dem Opfer weiteres Leid zugefügt."


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nn

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