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„Schnelle und hochwertige Arbeit abgeliefert“

Beim Richtfest für das Senioren- und Fachpflegezentrum die Handwerker gelobt — Griffiger Name ist gesucht - 15.06.2012 10:00 Uhr

Dem Senioren- und Fachpflegezentrum an der Freystädter Straße wurde gestern die Richtkrone aufgesetzt. Nach dem Richtspruch von Josef Rappl durfte gefeiert werden. © Fritz-Wolfgang Etzold


Bei dieser sperrigen Bezeichnung soll es nicht bleiben, wünscht sich Frank Lottes, der einmal die Leitung der Einrichtung übernehmen wird. Deshalb hat er einen Wettbewerb ausgeschrieben. Bis 1. August können griffige und pfiffige Namensideen unter der Mailadresse rebekka.lang@phoenix.nu eingesandt werden. Dem Sieger winkt die Ausrichtung einer Party für 50 Freunde.

Bauherr für das Zwölf-Millionen-Projekt ist die SVC Immobilien Verwaltungs-Gesellschaft aus Regensburg, die schon einige Senioreneinrichtungen im Landkreis Neumarkt errichtet hat. Die Trägerschaft und den Betrieb übernimmt die Phönix Seniorenzentren Beteiligungsgesellschaft aus Füssen.

SVC Geschäftsführer Thomas Weidlich dankte an diesem Tag in erster Linie den Arbeitern und Handwerkern, die schnelle und hochwertige Arbeit geliefert hätten. Für sie schmurgelte eine prächtige Sau am Spieß, türmten sich im Zelt allerlei leckere Salate und schäumte das Freibier in den Gläsern.

Das Gebäude wird eine klassische Seniorenbetreuung beherbergen, zwei Dementgruppen, eine geschlossene und eine halboffene, und eine Abteilung für Menschen mit schweren, erworbenen Hirnschädigungen. Diese Fachabteilung bekommt 15 Plätze, davon 13 in Einzelzimmern, die aus hygienischen Gründen mit Schleusen ausgestattet sind. Vier Zimmer werden auf die Aufnahme von Dialyse-Patienten vorbereitet.

Insgesamt, so Weidlich, werden 133 Senioren in dem Haus betreut werden können. Die halboffene Dementgruppe bekommt 16 Plätze, die beschützende Abteilung 23. Für Dauer- und Kurzzeitpflege sind 79 Plätze in fünf Wohnbereichen vorgesehen.

Wenn alles glatt geht, soll der Bau Ende des Jahres fertig sein. Der Bezug ist Anfang nächsten Jahres geplant.

Weidlich hob die Atriumbauweise hervor, also ein Lichthof, um den die Zimmer angeordnet sind. Das sei teurer, als die Zimmer an Fluren aufzureihen, aber für ihn sei Tageslicht ein wichtiger Qualitätsfaktor.

Die kurzen Wege

Ein weiterer Vorteil seien die kurzen Wege für das Personal. Denn Fachkräfte und Hilfskräfte in dieser Branche seien schwer zu bekommen. Da müsse man schon etwas für sie tun.

Das Senioren- und Fachpflegezentrum, oder wie immer es eines Tages heißen wird, wird 110 Menschen aus der Region Arbeit geben, wie auch Landratsstellvertreter Willibald Gailler in seinem Grußwort nochmals herausstrich.

Gailler und Thumann verwiesen auch auf den Bedarf für so eine Einrichtung, die die größte im Landkreis werden wird. Allein in Neumarkt, so der Oberbürgermeister, seien 2000 Bürger über 80 Jahre alt. Diese Tendenz werde sich auch in dieser Stadt fortsetzen.

Auf Grund der rundum laufenden Baumaßnahmen ist das Seniorenzentrum in den letzten Monaten in die Höhe gewachsen, ohne dass die Neumarkter das groß mitbekommen hätten, wie Oberbürgermeister Thomas Thumann mutmaßte. „Vielleicht haben sie“, scherzte er, „die Konkurrenz der sich drehenden Kräne gesehen.“ Aber das passt Thomas Weidlich ganz gut ins Konzept. Er wünscht sich, dass das Haus rasch zu einem selbstverständlichen Teil von Neumarkt wird. Die Bürger der Stadt sind eingeladen, die Cafeteria zu besuchen, durch die Grünanlagen zu spazieren, die dann im kommenden Jahr angelegt werden oder für ein paar Minuten in der Kapelle zu verharren.

Dem Richtfest entsprechend hatte Thomas Weidlich auch noch ein paar Zahlen parat: Knapp 7000 Quadratmeter Nutzfläche, 3150 Kubikmeter Beton für die Bodenplatte und 350 Tonnen Baustahl wurden gebraucht.

Bis zu 50 Arbeitskräfte werkelten in den vergangenen Monaten auf dem Rohbau, mit fortschreitendem Ausbau werden es bis zu 80 sein. 

hcb

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