Schulkinder als „Glucksbringer“

3.7.2013, 17:00 Uhr
Schülerinnen und Schüler der Berchinger Grund- und Mittelschule, der Realschule Berching und des Gymnasiums Beilngries präsentierten am 299. Geburtstag von Christoph Willibald Gluck das Programm für das bevorstehende Jubiläumsjahr. Unter anderem gab es eine „Special Edition“ der Oper Orpheus und Eurydike (links). Mehr Bilder im Internet unter www.nm-online.de

Schülerinnen und Schüler der Berchinger Grund- und Mittelschule, der Realschule Berching und des Gymnasiums Beilngries präsentierten am 299. Geburtstag von Christoph Willibald Gluck das Programm für das bevorstehende Jubiläumsjahr. Unter anderem gab es eine „Special Edition“ der Oper Orpheus und Eurydike (links). Mehr Bilder im Internet unter www.nm-online.de © Fritz Etzold

25 Veranstaltungen sind schon jetzt für die nächsten 16 Monate geplant, viele davon wurden gestern bei herrlichem Sommerwetter von den Buben und Mädchen aus der Grund- und Mittelschule Berching, von der Realschule und dem benachbarten Gymnasium in Beilngries musikalisch kurz angerissen. Da gab es eine Kurzfassung der Oper Orpheus und Eurydike ebenso wie verschiedene Symphonien aus der Feder des großen Komponisten, aber auch die Präsentation von „Glucksbringern“ und — mitten im Verdi- und Wagner-Jahr — die Vorstellung des Programms zum Gluck-Jahr.

Das Orchester der Volkshochschule und des Gymnasiums Beilngries spielte zwei Sätze aus Glucks Regensburger Symphonie.

Das Orchester der Volkshochschule und des Gymnasiums Beilngries spielte zwei Sätze aus Glucks Regensburger Symphonie. © Etzold

„Wenn schon der 299. Geburtstag so groß gefeiert wird, wie soll das denn erst nächstes Jahr werden“, zeigte sich Landrat Albert Löhner beeindruckt von den Darbietungen und lobte Ursula Lindl, die Vorsitzende des Freundeskreises C.W. Gluck, Berchings Bürgermeister Ludwig Eisenreich und dessen Amtsvorgänger Rudolf Eineder, heute Präsident der internationalen Gluck-Gesellschaft, für deren Engagement.

Und er stellte die Verdienste von Hans-Peter Schmidt, des Aufsichtsratsvorsitzenden der Nürnberger Versicherungsgruppe, heraus, der erheblich mit dazu beigetragen hat, Gluck und dessen Werk wieder verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Immerhin wurden vor zwei Jahren in der Mozartstadt Salzburg die Festspiele mit Orpheus eröffnet, freute sich Schmid über die Früchte seiner Arbeit.

Vom Forsthaus an den Hof

Gluck, geboren am 2. Juli 1714 im Berchinger Ortsteil Erasbach, galt späteren Komponisten wie Wagner, Mozart und Beethoven als Reforma-tor der Oper, mit ihm begann die moderne Bühnenmusik. Er schrieb nicht nur an die 50 Opern, selbst so mancher Hollywood-Film ist mit seiner Musik untermalt — auch das ein Schwerpunktthema des Jubiläumsprogramms, das Ende August mit der Landpartie „Gluck zum Kennenlernen“ rund um die Benediktinerabtei Plankstetten beginnt.

Das ganze Jahr über stehen dann nicht nur die bekannten Veranstaltungen wie Berchinale oder Literaturwoche ganz im Zeichen Glucks, sondern es gibt beispielsweise auf der Stadtmauer und an den Türmen der Stadt ein „Vertikal-Ballett“ zu „Don Juan“ oder ein dreitägiges Barock-Festi-

val mit der Late-Night-Opera „Le Cinesi“ als Höhepunkt, sinnigerweise eine Koproduktion zusammen mit den „Chinesen“ aus Dietfurt. Auch der Besuch der Gymnasiasten aus Beilngries — viele davon wohnen im Gemeindebereich von Berching — soll keine Eintagsfliege gewesen sein.

„Wir kommen nächstes Jahr wieder“, kündigten sie jetzt schon an, schließlich steht auch im benachbarten Oberbayern im nächsten Jahr bei nicht weniger als drei P-Seminaren — in den Fächern Deutsch, Kunst und Musik — Christoph Willibald Gluck im Mittelpunkt. Und die Ergebnisse ihrer Seminararbeiten wollen die Gymnasiasten dann natürlich auch in Berching präsentieren. „Ihr bekommt von uns jede Bühne“, sicherte Ursula Lindl zu, die gestern durch den bunten Reigen führte.

Da Berching bekanntlich auch kulinarisch einiges zu bieten hat, gibt es natürlich auch genügend Gelegenheiten, „gluck-lich“ zu speisen. Nicht nur im Herbst bei „Wild, Jagd und Gluck“. Und das Valentinstags-Menü ist dem Hauptmotiv in Glucks Werken, der Liebe, gewidmet. Herauszuheben wäre noch ein Leseabend, bei dem Glucks Vorliebe für die antike, insbesondere die griechische Mythologie erörtert wird, mit dem Versprechen: „Zum Gluck gibts Ouzo“.

Offiziell endet der Jubiläumskalender in Berching am 15. November 2014, dem 227. Todestag Glucks. Da wird dann auch noch einmal gluck-lich geschmaust in der Gluck-Stadt zu Ehren des Ritters Christoph Willibald.www.berchingerglucksmomente.de

www.gluckstadt-berching.de

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