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Seligenportens Klostertor braucht eine neue Haube

Der Dachstuhl mit dem Uhrwerk ist marode. Schon eine Notsicherung kostet 35.000 Euro - 11.05.2021 05:49 Uhr

Ursprünglich sollte nur die Gaube mit der Uhr repariert werden. Doch der Schaden ist größer als vermutet.

10.05.2021 © Stefan Hippel, NN


Lohnt sich eine Notsicherung überhaupt noch? Diese Frage beschäftigte den Bauausschuss des Pyrbaumer Marktrats. Denn das statische Gutachten beziffert die Kosten mit 35.000 Euro, um die eigentlich notwendigen Reparaturen für fünf bis sieben Jahre in die Zukunft zu verschieben.

Die grundlegende Sanierung des Dachstuhls kostet etwa 250.000 Euro. Allerdings hat der Bund kurzfristig ein Förderprogramm in der Städtebauförderung aufgelegt, dass bis zu 80 Prozent Zuschuss vorsieht. Im günstigsten Fall betrüge der Anteil der Marktgemeinde also 50.000 Euro.

Pyrbaums Haushalt hat keine Luft

Die Mehrkosten gegenüber der reinen Notsicherung sind also überschaubar. Doch Pyrbaum muss gerade einen teuren Umbau der Schule stemmen. Da ist eigentlich keine Luft im Haushalt.

Deshalb verschob der Bauausschuss die endgültige Entscheidung. Der Statiker arbeitet einen konkreten Sanierungsvorschlag aus. Pyrbaum stellt einen Antrag auf Städtebauförderung. "Die Bewerbung kann jederzeit zurückgezogen werden", sagt Bürgermeister Michael Langner. "Es geht darum, den Fuß in der Tür zu haben."

Möbel für die Mittagsbetreuung

Mit der Schule hatte sich das Gremium zu Beginn der Sitzung befasst: Das Farbkonzept wurde vorgestellt und die passenden Fußbodenbeläge, Fenster und Türen bemustert. Die Verwaltung darf für die Mittagsbetreuung Möbel im Wert von bis zu 100.000 Euro bestellen. Es geht um die Mensa-Ausstattung, Sitzmöbel, Schränke und anderes Mobiliar.

Hintergrund ist ein kurzfristiges Förderprogramm des Bundes, erläutert der Bürgermeister. Maßnahmen, die bis zum 30. Juni bestellt und noch heuer abgerechnet werden, können demnach mit einer Förderung von bis zu 70 Prozent rechnen.

Ist der Bebauungsplan zu halten?

Eine lebhafte Diskussion gab es wegen einer Bauvoranfrage im Neubaugebiet Am Dachsbau bei dem Seniorenzentrum. Der Bebauungsplan sieht dort eingeschossige Häuser mit einem Satteldach vor. Der Bauwerber möchte ein jedoch ein mehrstöckiges Gebäude dort errichten. Außerdem sah der Plan ein Carport mit Pultdach und einem Geräteraum vor. "Ist der Bauplan dort noch haltbar", hieß es aus dem Gremium. Schließlich war dies nicht die erste Befreiung, mit der sich der Bauausschuss befasst hat. Mit 7:4 Stimmen gab es das Okay für das Obergeschoss. Der andere Punkt wurde abgelehnt.

Im ganzen Landkreis Neumarkt wollen Unternehmer Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen bauen. Nur in Pyrbaum bisher nicht. Der Bauausschuss, mit Ausnahme von Bürgermeister Langner, sieht deshalb keinen Grund, einen Kriterienkatalog zu beschließen, nach dem mögliche Standorte bewertet werden können. Man möchte abwarten, bis es einen konkreten Antrag gibt und dann im Einzelfall entscheiden.

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