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Donnerstag, 17.10.2019

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Sengenthal: Vorfreude auf neuen Weg

Vor dem Ausbau des zweiten Hauptwirtschaftsweges im Bereich von Sengenthal fand eine Ortsbegehung st - 17.09.2019 10:21 Uhr

Sengenthals 1. Bürgermeister Werner Brandenburger machten sich zusammen mit den Verantwortlichen ein Bild vom anstehenden Ausbau des zweiten Hauptwirtschaftsweges in Stadlhof-Süd. © Foto: Helmut Sturm


Sengenthals Erster Bürgermeister Werner Brandenburger begrüßte besonders die Vertreter des Amtes und des Verbandes für Ländliche Entwicklung der Oberpfalz. Sichtlich erfreut zeigte er sich darüber, dass der zweite Bauabschnitt nun sehr bald beginnen könne und die Wegetrasse durch Stadlhof bis zur Bundesstraße erneuert werden soll. Die Trasse ist Bestandteil eines interkommunalen Kernwegenetzkonzeptes.

Die 1,16 Kilometer lange Trasse wird im Zeitraum von Oktober 2019 bis Mai 2020 ausgebaut. Die Baukosten belaufen sich auf 357 000 Euro und liegen somit rund 50 000 Euro unter der Kalkulation. Die Förderung von Seiten des Amtes für Ländliche Entwicklung der Oberpfalz beläuft sich bei diesem Projekt auf 85 Prozent.

In der Gemeinde Sengenthal waren zu Beginn des im Jahr 2017 eingeleiteten Flurneuordnungsverfahrens AOM Kernwegenetz 1 mehrere Wege für einen Ausbau vorgesehen, so Projektleiter Martin Stahr. Leider ist es nicht gelungen, alle Grund-stücksbesitzer im Rahmen der Grunderwerbsgespräche von der Notwendigkeit dieser Ausbaumaßnahme zu überzeugen, um ein gemeindeübergreifendes multifunktionales Haupwirtschaftswegenetz zu schaffen und die oftmals fehlenden Entwässerungseinrichtungen herzustellen.

Die Trasse in Stadlhof wird auf dreieinhalb Meter Breite asphaltiert und verfügt über ein jeweils drei Viertel Meter breites und befahrbares Bankett, dem sich ein Wegseitengraben anschließt. Entsprechende Ausweichstellen sind ebenfalls eingeplant.

Selbstredend wurde der Aspekt der Ökologie im Rahmen der Planungsetappen berücksichtigt. So wird in der Gemeinde Reichertshofen ein etwa 2000 Quadratmeter großes Intensivgrünland in eine naturnahe Wald- und Strauchgesellschaft umgewandelt. Unüberwindbare ökologische Problemstellungen zeigten sich bei der Begehung am Montag nicht.

Auffällig war eine erst kürzlich in Stadlhof von der Telekom verlegte Breitbandleitung. Die Grabungen fanden nicht exakt dort statt, wo sie den Wegebau nicht stören würden. Vermutlich haben die Breitbandverleger vertragswidrig gehandelt. Bürgermeister Brandenburger forderte eine Klärung und Bereinigung der Angele-genheit. "Eventuelle Kosten dürfen keinesfalls zu Lasten der Gemeinde gehen", sagte er nachdrücklich. Die Wegebaufirma Max Bögl sicherte zu, die Angelegenheit mit der Telekom bis zum Baubeginn im Oktober zu prüfen und die Auftraggeber in den Kommunen zu informieren.

HELMUT STURM

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