Sporthalle des ASV in Neumarkt ist marode

9.12.2018, 09:35 Uhr
Baukörper aus viereinhalb Jahrzehnten bilden zusammen das ASV-Sportzentrum. Die zentrale Halle ist seit langem sanierungsbedürftig.

Baukörper aus viereinhalb Jahrzehnten bilden zusammen das ASV-Sportzentrum. Die zentrale Halle ist seit langem sanierungsbedürftig. © Foto: André De Geare

Schon alleine die Energiekosten. "Die fressen uns langsam auf", klagte ASV-Vorsitzender Rüdiger Cedl bereits vor zwei Jahren bei einem Info-Rundgang mit Kommunalpolitikern durchs ASV-Sportzentrum. Die zentrale Turnhalle wurde in den 1970er Jahren noch als Industriehalle am Deininger Weg errichtet. Im Laufe der Zeit erweiterte der größte Sportverein der Stadt das Gebäude Schritt für Schritt um weitere Räumlichkeiten für seine Abteilungen zu erhalten.

Diese über Jahrzehnte gewachsene Gebäudestruktur – man denke an den angedockten Dojo "auf Stelzen" – macht die dringend notwendige Generalsanierung der Halle so kompliziert. Würde sie frei stehen, könnte man sie einfach wegreißen, sagt Markus Ochsenkühn, einer von drei Sportreferenten des Neumarkter Stadtrats.

Die Stadt habe deshalb ein Gutachten in Auftrag gegeben, "auf das wir nun alle warten". Was auch der Grund dafür war, dass der ASV-Vorstand Ende November die Jahreshauptversammlung verschoben hat.

Vom Gutachten, das in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten ist, erhofft man sich verlässliche Angaben über den Zustand von Bausubstanz, Sanitäranlagen, Anschlüssen und Leitungen. Dann soll die Entscheidung fallen: Sanierung oder doch Neubau?

"Das Problem muss jetzt endlich angegangen werden", sagt Ochsenkühn. Ist das Gutachten da, müssten sich Verein, Stadt und Landkreis zusammensetzen und "zielgerichtet" aushandeln, welchen Beitrag ein jeder leisten kann und möchte.

Die Stadt will den Landkreis mit ins Boot holen, weil auch Schüler der benachbarten Berufsschule und der FOS/BOS die Halle schon seit rund 30 Jahren für den Schulsport nutzen. Doch zeigt der Kreis bisher wenig Bereitschaft, sich direkt an den Kosten der Sanierung zu beteiligen. Laut Landratsamtssprecher Michael Gottschalk wäre man nach erfolgter Sanierung aber zu einer Anpassung der Miete bereit.

Letztlich wird der Stadtrat darüber entscheiden müssen, welche Baumaßnahmen am Deininger Weg getroffen werden. Denn ein Großprojekt wird es allemal werden; es wird spekuliert, dass die Kosten in den siebenstelligen Bereich wachsen könnten.

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