Sonntag, 23.02.2020

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Steht ein Sanierungs-Boom ins Haus?

IG BAU sagt zahlreiche Nachbesserungen an Altbauten im Landkreis voraus. - 18.01.2020 16:08 Uhr

Bei Gebäudesanierungen gibt es deutschlandweit noch viel Luft nach oben. Angesichts der staatlichen Förderungen sagt die Gewerkschaft einen Boom voraus. © Foto: IG BAU


Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Mit Blick auf den von der Bundesregierung neu eingeführten Steuerbonus für klimafreundliche Umbauten rechnet die Gewerkschaft mit Tausenden zusätzlichen Sanierungen. "Das Potential im Landkreis ist riesig. Aktuell sind hier 18 700 Gebäude älter als 40 Jahre.

Viele von ihnen haben eine katastrophale Kohlendioxid-Bilanz", sagt Christian Lang, Bezirksvorsitzender der IG BAU Oberpfalz. Der Gebäudesektor mache mit 117 Millionen Tonnen Kohlendioxid immerhin 14 Prozent der Treibhausemissionen in Deutschland aus.

"Vom nicht isolierten Dach bis zu zugigen Fenstern – ein unsaniertes Haus belastet die Umwelt und treibt die Heizkosten nach oben", betont Lang. Mit dem neuen Steuerbonus könnten Eigenheimbesitzer erstmals einen großen Teil ihrer Ausgaben vom Staat zurückbekommen. Wer in selbst genutztem Wohneigentum die Wände oder das Dach dämmt, Fenster, Türen oder die Heizung erneuert, kann künftig drei Jahre lang 20 Prozent der Investitionen von der Steuer absetzen. Die maximale Förderung liegt bei 40 000 Euro. Das Gebäude muss dafür mindestens zehn Jahre alt sein.

"Es muss nachgelegt werden"

Die IG BAU sieht in dem Modell eine "wichtige Ergänzung" zu den bisherigen Programmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Bank vergibt Zuschüsse und günstige Kredite für energetische Sanierungen. 2018 wurde im Kreis Neumarkt so der umweltfreundliche Umbau von 715 Wohneinheiten gefördert.

"Hier muss deutlich nachgelegt werden", fordert Lang. Ohne eine massive Steigerung der Umweltsanierungen seien die Kohlendioxid-Einsparziele im Gebäudebereich nicht zu schaffen. Nach dem Klimaschutzplan der Bundesregierung müssen die Gebäude-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent sinken.

nn

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