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Donnerstag, 23.05.2019

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Taucher finden keine Hinweise auf verschwundene Monika Frischholz

Unter Wasser herrschten schlechte und trübe Sichtverhältnisse - 13.05.2019 18:11 Uhr

Zum Einsatz kam bei der Durchsuchung des Gewässers unter anderem ein Sonar-Gerät. © NEWS5 / Fricke


In den Vermisstenfall rund um die damals 12-jährige Monika Frischholz aus Flossenbürg in der Oberpfalz war im April wieder Bewegung gekommen: Nach Grabungen im Gebiet rund um ihren Heimatort - und zeitgleich dem Ort ihres Verschwindens - war zunächst ein VW Käfer ausgebuddelt worden. Seitdem haben die Ermittler die Suche nach ihrer Leiche wieder aufgenommen.

Auch am Montagmorgen setzte die Kriminalpolizeiinspektion Weiden die Suche nach dem Mädchen fort. Ab etwa 9 Uhr war ein Suchtrupp an einem kleinen Gewässer nördlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg im Einsatz. Die Suche wurde mit der Unterstützung von sieben Polizeitauchern der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg durchgeführt. In den frühen Abendstunden teilte die Pressestelle der Polizeiinspektion schließlich mit, dass die Suche beendet ist - ohne Leiche.

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Vor 43 Jahren verschwunden: Polizei sucht nach Mädchenleiche

Im Dezember 2018 hat die Kriminalpolizei Weiden neue Ermittlungen aufgenommen, die das Verschwinden und den möglichen Tod der seit 43 Jahren in Flossenbürg vermissten, damals 12-jährigen Monika Frischholz aufklären soll. Im April fanden Grabungsarbeiten an einem möglichen Ablageort der Leiche südlich von Flossenbürg statt, im Mai suchten Taucher dann ein Gewässer nahe Waldkirch ab.


Zum Einsatz kam dabei unter anderem ein Sonar-Gerät. Damit konnten die Taucher die Tiefe der Wasserstelle bestimmen, die etwa sechs bis elf Meter betrug. Bei dem Gewässer handelt es sich der Polizei zufolge um einen ehemaligen Steinbruch zum Abbau von Granit. Dementsprechend schlechte und trübe Sichtverhältnisse herrschten unter Wasser. Die eingesetzten Taucher mussten ihre Umgebung deswegen überwiegend ertasten.

"Ermittlungen weiter gebracht"

Die Ermittler der im Zuge der Ermittlungen gegründeten "EG Froschau" hatten das Gewässer überprüft, um es entweder als weiteren möglichen Ablageort der Leiche auszuschließen oder das Mädchen dort zu finden. Die Suche blieb ergebnislos, doch die Polizei betont, dass "das Ergebnis der heutigen Tauscharbeiten die Ermittler bei ihren Arbeiten ein Stück weiter gebracht" hat.

Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben.

Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer 0961/401-291 gebeten. "Jeglicher noch so kleine Hinweis kann weiterhin für die Ermittler von großer Bedeutung sein", betonen die Beamten.


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mch

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