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Technologie-Campus Parsberg: Junge Unternehmen im Container

Die Max-Bögl-Stiftung sorgt mit einer Naturalspende für dringend benötigte Büroräume - 27.11.2020 10:00 Uhr

Bürgermeister Josef Bauer (Mitte) machte sich zusammen mit Projektleiter Thomas Brandl vom Gründerzentrum (rechts) und Anton Schmailzl, dem operativen Leiter des Technologie-Campus (links), auf der Baustelle mit der aktuellen Situation vertraut.

26.11.2020 © Foto: Werner Sturm


Die Container dienen der Erweiterung des am Campus angesiedelten Digitalen Gründerzentrums, das am 1. Januar dieses Jahres seinen Betrieb aufgenommen hat. Die Stadt Parsberg hat dazu die notwendigen Vorarbeiten geleistet, wie zum Beispiel das Herstellen einer asphaltierten Aufstellfläche von 24 mal zehn Metern und das Schaffen der benötigten Anschlüsse.

Die Max Bögl Stiftung hat die Container nicht nur zur Verfügung gestellt, sondern auch noch die Anlieferung und Aufstellung übernommen. Jetzt sind Arbeiter gerade dabei, sie mit einem Dach zu versehen, danach bekommen sie noch einen Anstrich verpasst, und so können voraussichtlich mit Beginn des neuen Jahres weiteren Gründern, Startups und jungen Unternehmen sehr günstige Büros angeboten werden.

Bürgermeister Josef Bauer, der sich vor Ort, zusammen mit Projektleiter Thomas Brandl vom Gründerzentrum und mit Anton Schmailzl, dem operativen Leiter des Technologie-Campus, in dieser Woche vor Ort mit der aktuellen Situation vertraut machte, sagte: "Der Campus und das Gründerzentrum sind eine Erfolgsgeschichte und erfreue sich einer großen Nachfrage."


Technologiecampus in Parsberg wächst


Dazu stellte Brandl fest, dass es aktuell fünf Büros am Campus für das Gründerzentrum gibt, die bereits ausgelastet sind. Es sind schon vier Jungunternehmen da. Ein von einem Studententeam im Rahmen eines Exist-Gründerstipendiums geplantes fünftes Unternehmen muss aktuell sogar in einen der Besprechungsräume ausweichen, weil keine festen Büros mehr frei sind. Da schaffen in Kürze die Container Abhilfe.

Die sind vorerst für drei Jahre mietfrei. Diese Mietfreiheit wird laut Brandl an die Nutzer eins zu eins weitergegeben. Es gibt nur geringe Nebenkostenpauschalen: 45 Euro monatlich für die kleinen Büros mit zwölf Quadratmetern, 90 Euro für die doppelt so großen.

Kostenfreie Beratung

Anton Schmailzl unterstrich, dass man die Unternehmer während und nach der Gründung tatkräftig unterstützen und mit den Unternehmen aus der Region vernetzen wolle. "So bekommen etablierte Unternehmen frische Impulse und Gründer sowie Gründerinnen wertvolle Kontakte und Einblicke und gegebenenfalls sogar erste Kunden."

Die Infrastruktur am Campus, wie Workshop-, Besprechungs- und Veranstaltungsräume, könnten mit genutzt werden. Auch die Beratungsleistungen des Gründerzentrums, samt persönlichem Coaching und Teilnahme an Workshops, sei kostenfrei für die zukünftigen Nutzer. Zusätzlich würden alle Unternehmen vor Ort im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

"Wir möchten, dass jungen Unternehmen aus unserer Region hier optimale Rahmenbedingungen vorfinden, um ihre Ideen umzusetzen, und wir helfen ihnen gleichzeitig, sie noch bekannter zu machen", sagte Rathauschef Bauer.

Er wies auch noch auf etwas Positives hin: Rund drei Hektar Gewerbeflächen stehen rund um den Campus für innovative, technologieorientierte Unternehmen zur Verfügung. Etwa ein Drittel dieser Flächen sind bereits vergeben.

WERNER STURM

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