Montag, 19.04.2021

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Technologiecampus in Parsberg wächst

Die Räume für Start-Ups reichen nicht mehr aus, der Stadtrat hat Bürocontainer genehmigt - 19.10.2020 06:30 Uhr

Der Technologiecampus in Parsberg ist schon wieder zu klein. Es werden zusätzliche Bürocontainer aufgestellt.

18.10.2020 © Werner Sturm


Das digitale Gründerzentrum, gefördert durch den Freistaat Bayern und kofinanziert durch private Sponsoren, hat am 1. Januar dieses Jahres seinen Betrieb aufgenommen. Inzwischen sind mehrere Startup-Unternehmer beim Gründerzentrum angesiedelt.

Die Räumlichkeiten befinden sich aktuell im Technologiecampus. Laut Bürgermeister Josef Bauer ist das Interesse von Unternehmen an einer Zusammenarbeit mit dem Gründerzentrum und dem Technologiecampus sehr hoch, so dass die Räumlichkeiten am Technologiecampus nicht mehr ausreichen.

Container kostenfrei überlassen

Das habe die Verantwortlichen der Stadt dazu veranlasst, mit der Firma Bögl in Neumarkt Kontakt aufzunehmen und anzufragen, ob die acht Bürocontainer für das Gründerzentrum zur Verfügung stellen könnte. Die Anfrage wurde positiv entschieden und so wird die Firma im Rahmen eines Sponsorings die Container der Stadt beziehungsweise dem Gründerzentrum kostenfrei überlassen und sogar den Transport und den Aufbau übernehmen.

Die Stadt Parsberg hat die notwendigen Vorarbeiten zu leisten, wie zum Beispiel das Herstellen einer asphaltierten Aufstellfläche von 24 mal 10 Metern und die benötigten Anschlüsse.

Verhandlungen mit weiterem Sponsor

Die hierfür entstehenden Kosten in Höhe von 82000 Euro werden durch Mittel des Freistaates Bayern zu 75 Prozent bezuschusst. Für die nicht gedeckten Kosten von circa 20000 Euro laufen laut Bauer Verhandlungen mit einem weiteren Sponsor, der diese Kosten für einen Vier-Jahres-Zeitraum übernehmen will.

Nachdem die Aufwendungen nicht im Haushalt veranschlagt sind, wurde folgender Beschluss gefasst: Die Kosten für die Aufstellfläche der von der Firma Bögl Neumarkt zur Verfügung gestellten Bürocontainer für das digitale Gründerzentrum in Höhe von rund 82 000 Euro werden von der Stadt getragen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Maßnahme aus Mitteln des Freistaates Bayern mit 75 Prozent bezuschusst werden.

Eine Erfolgsgeschichte

Das digitale Gründerzentrum ist nach den Worten des Parsberger Stadtoberhauptes eine Erfolgsgeschichte. Das Gleiche gelte für die Laber-Naab-Infrastruktur GmbH (LNI), die im Jahre 2014 zum Zwecke der Unterstützung von Kommunen beim Auf- und Ausbau der Breitbandinfrastruktur als ausschließlich kommunale Gesellschafter gegründet worden ist und die ihren Sitz in der Zwischenzeit ebenfalls am Technologiecampus in Parsberg hat.

Nachdem Geschäftsführer René Meyer die Gesellschaft vorgestellt und ihre zukünftig geplante Entwicklung mit Gründung einer Gigabit-Gesellschaft erläutert hatte, stimmte das Gremium ohne Gegenstimme einer Aufnahme weiterer Gesellschafter, der damit einhergehenden Kapitalerhöhung sowie der Übernahme eines weiteren Geschäftsanteils in Höhe von 5000 Euro durch die Stadt Parsberg zu.

Breitbandausbau beauftragt

Die Stadträte beauftragten außerdem den Bürgermeister und die Verwaltung die Umsetzung der Änderungen am Gesellschaftervertrag und die dazu erforderlichen notariellen Beurkundungen mit der Befugnis zu etwaigen redaktionellen Anpassungen zu übernehmen.

Die Stadt Parsberg stimmt außerdem der Aufgabenübertragung im Bereich Breitbandausbau auf die LNI zu und betraut den Bürgermeister und die Verwaltung zur Umsetzung durch den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung über die Aufgabenübertragung.

 

WERNER STURM

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