Tonnenschwerer Felsbrocken löst sich am Truppenübungsplatz Hohenfels

6.5.2021, 09:05 Uhr
Ein Dolomit-Felsbrocken mit etwa einer Tonne ist im Winter abgegangen. Der Sicherungszaun hat Schlimmeres verhindert.

Ein Dolomit-Felsbrocken mit etwa einer Tonne ist im Winter abgegangen. Der Sicherungszaun hat Schlimmeres verhindert. © Paul Böhm, NNZ

Weitere Felssicherungsmaßnahmen in Randbereichen des Truppenübungsplatzes hat es in Hohenfels im Bereich des Hund- und des Kühsteines und am Pfaffenhang beim Tor 1 sowie bei Rohrbach und Schmidmühlen gegeben. Der Schutz von Menschen und Häusern hatte die absolute Priorität bei der Auswahl der Standorte.

Im Jahr 2019 wurde das Lauterachtal bei der Hammermühle mit einem Galeriezaun abgesichert. Die Felssicherung in Hohenburg am Fuße des Martinsberges ist eine von sieben Felssicherungsprojekten, die von der US Army gemacht worden sind. Weitere Sicherungsprojekte sind bereits in der Planung.

Ziel des Gutachtens für die Felssicherungsprojekte waren Bestandsaufnahmen, um sowohl den Gesamtzustand der definierten Felsbereiche zu beurteilen, als auch die einzelnen Felsblöcke auszuweisen, die ein Gefährdungspotential aufweisen.

"Jetzt ist schon ein dicker Brocken ins Netz gegangen“, stellten Albert Böhm und Willi Weber von der  US-Umweltabteilung aus Hohenfels bei einer routinemäßigen Kontrolle der Schutzeinrichtung fest. © Paul Böhm, NNZ

Für die Detailbegutachtung des Bereiches Hammermühle sind die beiden Felsbereiche unterhalb des Martinsberges von Baumkletterern des Maschinenrings soweit freigestellt worden, dass eine Detailbegutachtung mittels Seilzugangstechnik möglich war.

Die freizustellenden Abschnitte hatten Willi Weber und Georg Knipfer von der Umweltabteilung unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Aspekte und in Absprache mit dem LGA-Institut für Umweltgeologie und Altlasten aus Nürnberg festgelegt.

Wie Böhm sagte, wurden bei der Detailbegutachtung innerhalb des Felsbereiches mehrere Felsteile ausgemacht, die es unbedingt zu sichern galt. Die Empfehlung der Fachleute war der Bau eines dauerhaften Steinschlagschutzzaunes auf einer Länge von etwa 30 Metern. Willi Weber von US Umweltbüro begleitete die Sicherungsmaßnahme als fachlicher Betreuer.

Die Studie und die Maßnahme selbst haben etwa 120 000 Euro gekostet.

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