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TSV Freystadt verpflichtet den "Wunschkandidaten"

Marco Christ wohnt in Freystadt und wird bald auch die dortige Bezirksliga-Mannschaft trainieren — Gündogan verlängert bei Quelle - 06.02.2019 15:37 Uhr

Der TSV Freystadt hat mit Marco Christ (Mitte) bereits jetzt einen Nachfolger für Jürgen Schmid gefunden, der im Sommer den Bezirksligisten verlässt. © Foto: TSV


Mitte Januar wurde bekannt, dass Jürgen Schmid nach drei Jahren und einem Aufstieg den TSV Freystadt am Saisonende verlassen wird. Der Verein hätte in der Winterpause gerne mit dem Coach verlängert, der entschied sich aber dagegen. "Ich wünsche mir für den Verein, dass nach mir vielleicht jemand kommt, der noch ein paar Prozent mehr herauskitzeln kann", hatte Schmid damals gesagt.

Dieser jemand wurde gefunden, wie die Freystädter zu Wochenbeginn auf ihrer Facebook-Seite verkündeten. Zur neuen Saison wird Marco Christ den Tabellenneunten der Bezirksliga Süd übernehmen. Auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger war man sich schnell einig, auf einen ehemaligen Weggefährten von Jürgen zu setzen. Mit reichlich Erfahrung im Fussballgeschäft, einen Typen der gut zur Mannschaft passt und seinen Wohnsitz in Freystadt, war er der Wunschkandidat der Fußballabteilung.

Marco Christ wird somit ab Sommer der Cheftrainer der Freystädter Fußballer. Christ und Schmid kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit beim SC Feucht. "Wir freuen uns, dich bei uns willkommen zu heißen. Für Jürgen und seiner Mannschaft wünschen wir uns eine gute Rückrunde, den Klassenerhalt und wenig Verletzungen. Marco, Dir dann viel Erfolg ab der neuen Saison," schreibt der Verein.

Gündogan steckt Ziele ab

Der ehemalige Trainer des SV Seligenporten, Serdal Gündogan, hat seit Sommer 2018 bei der SG Quelle sein Lager aufgeschlagen. Er zieht ein erstes Fazit und wird laut Pressemitteilung des Vereins auch kommende Saison auf der Kommandobrücke stehen.

Vor der Saison hatte Gündogan ein Zeitfenster fest: Zehn Spiele wolle er bei seinem neuen Verein in der Landesliga abwarten, bevor er konkreter über Ziele sprechen werde. Zum 10. Spieltag stand die Quelle dann auf Rang neun – eben da, wo man zwölf weitere Spieltage später dann auch in die Winterpause ging. "Die bisherige Runde hat deutlich gezeigt, dass Luft nach oben ist", sagt Gündogan.

Im Sommer erst hatte er das Cheftrainer-Amt von Patrick Frühwald übernommen, aber nicht nur der Coach selbst war zum Trainingsauftakt ein frisches Gesicht auf dem Quelle-Sportplatz an der Coubertinstraße: "Man hat gesehen, dass vor der Saison ein Umbruch stattgefunden hat. 13 Spieler sind gegangen, zwölf Neue gekommen, darunter viele aus unserer eigenen Jugend. Aber ich glaube, wir haben den Umbruch erfolgreich eingeleitet."

Die junge Quelle-Truppe durchlebte einen holprigen Start, einen starken Spätsommer und einen durchwachsenen Herbst. Mit einer Bilanz von acht Siegen, sieben Remis und sieben Niederlagen sowie einem knapp positivem Torverhältnis ist die Elf im Landesliga-Vergleich die Definition von Durchschnitt.

Und wie sieht es nun aus mit den Zielen? "Der Verein und ich schätzen die Situation realistisch ein. Es gibt in dieser Liga immer fünf, sechs Teams, die die Ambitionen haben, ganz oben mitzuspielen. Dazu gehören wir aber nicht aufgrund unserer Strukturen, dem Ansatz, den Weg mit unserer eigenen Jugend zu gehen", so Gündogan. Nach oben orientiert er sich aber dennoch: "Wir versuchen in den kommenden Jahren, die Distanz zu verkürzen, den Anschluss herzustellen." 

JAN MAUER/PHILIP HAUCK

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