Donnerstag, 04.03.2021

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Über die Hälfte der Infektionen mit Mutanten: Die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis Neumarkt

Die "dritte Welle" dringt von Nordosten her weiter vor - 03.03.2021 15:58 Uhr

In den vergangenen 14 Tagen waren 53 Prozent aller Neuinfektionen mit der Virus-Variante B.1.1.7, der sogenannten britischen Mutante, so das Neumarkter Gesundheitsamt auf Nachfrage der NN. 

Dieser Wert ist eine Momentaufnahme. Mehrere Verdachtsfälle werden im Labor untersucht. Dies dauert fünf Tage. Vor einer Woche lag der Anteil Virusmutanten an den Infektionen noch bei 40 Prozent. Für ganz Deutschland hatten die Labore einen Anteil von etwa 30 Prozent gemeldet. Neue Daten zur Varianten-Ausbreitung werden in dieser Woche vom Robert Koch-Institut (RKI) erwartet.

 

Im Landkreis Neumarkt wurden am Mittwoch neun Fälle einer Neuinfektion mit dem Coronavirus bestätigt, 17 Personen wurden als genesen gemeldet. 

Aktuell sind 202 mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Sie verteilen sich wie folgt auf die Gemeinden: Berching 4,Berg 11, Berngau 4,Breitenbrunn 4, Deining 2, Dietfurt 2, Freystadt 9, Hohenfels 2, Lauterhofen 11, Lupburg 8, Mühlhausen 3, Neumarkt 60, Parsberg 43, Pilsach 2, Postbauer-Heng 9, Pyrbaum 2, Sengenthal 11, Seubersdorf 7, Velburg 8.

Fast identische Werte

Die 7-Tage-Inzidenz nach den Zahlen des Gesundheitsamtes liegt aktuell bei 64,7 und damit genau so hoch wie am Vortag. Am  Freitag errechnete man in Neumarkt noch einen Wert von 52,8.

Der Wert des Robert-Koch-Instituts beträgt am Mittwoch 61,7.  Nordöstlich des Landkreises gibt es weiterhin hohe Ansteckungszahlen, der Inzidenzwert im Kreis Amberg-Sulzbach fiel nur marginal auf 181,5.

Der starke Anstieg in der nördlichen Oberpfalz ist weitgehend auf die Zunahme der britischen Mutation zurückzuführen, die "dritte Welle" dringt allmählich von Osten nach Westen vor.  

Der Wert des Robert-Koch-Instituts  ist maßgeblich dafür, ob ein Landkreis als Corona-„Hotspot“ eingestuft wird oder nicht. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Daher unterscheiden sich die Werte.

Die Zahl 50 ist für das Management der Pandemie von Bedeutung. Bei einem niedrigeren Wert ist davon auszugehen, dass die Pandemiebekämpfung noch unter Kontrolle ist. Weitere Lockerungen  über das vorsichtige Öffnen von Schulen hinaus sollen  erst erfolgen, wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 erreicht ist.


Interaktive Grafik: Hier finden Sie die aktuellen Impfquoten


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Laut DIVI-Intensivregister waren am Mittwoch 18 der 22 Intensivbetten am Klinikum Neumarkt belegt. Zwei der sechs Covid-19-Patienten auf der Intensivstation werden invasiv beatmet. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt aktuell bei 27,27  Prozent und damit weit über dem Bayernschnitt von 13,44 Prozent. 

Achtung: Einen weiteren Inzidenzwert gibt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die Werte unterscheiden sich  von denen des Gesundheitsamts und des RKI, weil verschiedene Melde-Zeitpunkte zugrunde liegen. 


Britische Mutante des Coronavirus breitet sich im Landkreis Neumarkt aus


Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 4403. Die Gesamtzahl der Fälle beinhaltet auch 109 verstorbene  und 4092 genesene  Personen. Als „genesen“ werden die Personen bezeichnet, die aus der Quarantäne entlassen wurden.


Senioren warten in Neumarkt auf die Corona-Impfung


Seit  Montag, 15. Februar,  ist die Ausgangssperre für den Landkreis Neumarkt aufgehoben, weil die Inzidenz unter dem Wert 100 liegt. Nach wie vor braucht es aber rund um die Uhr einen triftigen Grund, die Wohnung zu verlassen. 


Die aktuellen Inzidenzwerte in der Region und ganz Bayern finden Sie hier.


 

nn

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