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Sonntag, 25.08.2019

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Vandalen hausten im Naturbad von Postbauer-Heng

Vermutlich Jugendliche hatten dort eine erbarmungslose Party gefeiert - 16.07.2019 06:19 Uhr

Der Dreck ist mittlerweile weggeräumt, aber Pächterin Maria Komvou ist noch immer sichtlich genervt von dem ungebetenen Besuchern, die auch die Tische von „Nikos Strandbar“ demoliert haben. Die Platten wurden zerkratzt, müssen wohl ausgetauscht werden. © Foto: Anestis Aslanidis


Die Tische seien derzeit unbenutzbar, die Tischplatten müssten erst ausgetauscht werden. "Allein das kostet wohl ein paar Tausend Euro", erklärt Pantechakis.

Bürgermeister Horst Kratzer steht in Kontakt mit Stefan Ferstl von der Polizei Neumarkt. Weil der nicht nur für Postbauer-Heng zuständig ist, sondern sich auch mit dem Phänomen Jugendkriminalität gut auskennt. Für Kratzer ist der Vorfall ärgerlich, zumal sich solche Taten im Naturbad bislang in Grenzen gehalten hätten und der Wirt auch alles täte, damit der Betrieb gut laufe.

Videokameras im Naturbad

In jedem Fall sollen nun zügig Präventionsmaßnahmen ergriffen werden. So werden laut Pantechakis und Kratzer bald Videokameras installiert, die ebenso wie die Flutlichtanlage mit Bewegungsmeldern gekoppelt werden: Treibt sich jemand außerhalb der Öffnungszeiten auf dem Gelände herum, dann wird der Badbereich schlagartig taghell erleuchtet und die Kameras halten den Eindringling im Bewegtbild fest.

Am grundsätzlich offenen Charakter des Bades will die Gemeinde dagegen festhalten. Der im Mai angekündigte, aus Sicherheitsgründen notwendige Zaun um das Hauptbecken steht inzwischen; eine komplette Umzäunung des Areals würde dagegen aus Horst Kratzers Sicht den naturnahen Charakter des Freizeitzentrums zu sehr stören.

 

 

Christian Illing, Vorsitzender des Fördervereins Naturbad Postbauer-Heng, nimmt den Vorfall vergleichsweise gelassen: "Leider ist so etwas in der heutigen Zeit gar nicht mehr so selten", sagt Illing. Man fände immer wieder Müll und zerschmetterte Glasflaschen auf dem Gelände – "aber nicht in dieser krassen Form", wie Illing betont.

"Bloß keine Justizvollzugsanstalt"

Auch der Fördervereins-Vorsitzende ist gegen eine Komplettumzäunung des Naturbades. "Das sähe ja aus wie in einer Justizvollzugsanstalt", ist Illing überzeugt und kommentiert den Vandalismus mit klaren Worten: "Da fehlt es offensichtlich auch an der Erziehung." Der lebendige Charakter des Bades soll erhalten bleiben.

Ansonsten schaut Illing nach vorn, auf das Benefiz-Fest, das der Förderverein am Freitag, 2. August, ab 15 Uhr, veranstaltet. Am Nachmittag ist ein spannendes Kinderprogramm geboten, am Abend spielen die Bands "Ignitiön" und "Fight Club". Die Einnahmen kommen dem Förderverein und damit dem Erhalt des Bades zugute. 

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